Betrug: Wenn der Sperrmüll plötzlich ein Vermögen kostet
Zunächst wirken die Angebote günstig, doch bei der Abholung folgt das böse Erwachen: In Berlin sind Sperrmüll-Abzocker unterwegs.
Verbraucherschützer, Polizei und BSR kennen die Tricks.
35 Euro vereinbart, über 200 Euro verlangt: Mit solchen Methoden bringen dubiose Sperrmüll-Anbieter Berliner Verbraucher um ihr Geld. Über gefälschte Internetseiten, die denen der Berliner Stadtreinigung BSR ähneln, geraten Kunden an die Abzocker, die erst mit günstigen Preisen werben und später horrende Summen fordern.
Wie funktioniert die Masche? Die Betrüger erstellen Internetseiten, die denen der BSR ähnlich sehen.
Sie legen es darauf an, mit dem Unternehmen verwechselt zu werden. „Verbraucher rufen dann, in dem Glauben, sie sind hier bei der städtischen Müllabfuhr, an und erhalten auch relativ schnell einen Termin zur Abholung“, erklärt der Jurist Simon Götze von der Verbraucherzentrale .
Wie hoch können die Forderungen ausfallen? Obwohl vorab geringere Festpreise vereinbart wurden, werden bei der Abholung plötzlich deutlich höhere Summen verlangt.
Bei der Verbraucherzentrale sind Fälle bekannt, in denen bis zu vierstellige Beträge gefordert wurden.
Die BSR spricht von einer teilweise zehnfachen Erhöhung des ursprünglich vereinbarten Abholpreises.
Warum wird mehr Geld verlangt als vereinbart? Die Abzocker nennen zum Beispiel unvorhergesehene Mengenüberschreitungen oder angebliche Zusatzkosten als Gründe. „Für Betroffenen ist die Situation oft auch mindestens unangenehm bis bedrohlich“, sagt Simon Götze.
In einem aktuellen Fall aus Berlin wollte eine Neuköllnerin zwei Matratzen entsorgen lassen.
Am Telefon wurden ihr 35 Euro genannt.
Als die Abholer kamen, verlangten sie plötzlich 211 Euro.
Die falschen Entsorger trugen keine BSR-Arbeitskleidung und kamen mit einem weißen Transporter ohne Aufschrift.
Seit wann ist die Masche bekannt? „Leider ist das ein Problem, dass uns schon sehr lange begleitet.
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