Bringt Papa Covic wieder Glück? - Diese Premiere macht Dynamo Mut
Dynamo Dresden steht beim 78. Elb-Clasico unter Druck. Nach verpatztem Saisonstart muss das Team von Trainer Thomas Stamm am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den 1. FC Magdeburg endlich den Bock umstoßen. Da kommt jeder Strohhalm recht.
Zum Beispiel Ante Covic (51). Das Hertha-Urgestein konnte seinen Sohn seit dessen Wechsel nach Dresden noch nie live erleben. „Gegen Magdeburg ist mein Papa zum ersten Mal da. Das lässt er sich nicht entgehen“, freut sich Patrice Covic (19). Das brachte der Leihgabe aus Bremen schon mal Glück: Anfang März saß Papa Covic ebenfalls im Publikum, als dem Sohnemann bei Werders 4:1-Sieg bei Union Berlin das erste Bundesliga-Tor gelang.
Damals flossen beim Ex-Profi, der aktuell Herthas U19-Team trainiert, sogar Freudentränen. Im Dynamo-Land hat wohl niemand was dagegen, wenn ihn der Sohnemann und dessen Team mit einem starken Auftritt samt drei Punkten wieder zu Tränen rühren. Doch das wird ein verdammt hartes Stück Arbeit. Denn die Dresdner strotzen nach nur einem Sieg aus den ersten sieben Liga-Spielen nicht gerade vor Selbstvertrauen.
„Klar kommt der Kopf dazu. Es macht was mit der Mannschaft, wenn du jetzt in dieser Phase seit Wochen keinen Sieg geholt hast“, gibt Covic zu. „Wir brauchen den einen Moment, wo wir ein Spiel ziehen.“ Gerade im so brisanten wie heißen Derby wäre der perfekte Zeitpunkt dafür. „Auf dieses Spiel haben wir lange gewartet, alle sind heiß. Wir haben ein Heimspiel und wissen, dass die Fans total hinter uns stehen. Das wollen wir zu unserem Vorteil machen.“
Dass die Magdeburger um Spielmacher und Ex-Dynamo Baris Atik (31) nach zuletzt starken Auftritten als Favorit in Dresden aufdribbeln, sieht Covic gelassen. „In so einem Derby kann alles passieren. Klar hätte uns ein Sieg in Osnabrück gutgetan. Aber alles, was passiert ist, ist egal und vergessen. Nur dieses Spiel zählt. Wir wissen, worum es geht. Uns ist bewusst, in welcher Form der FCM ist. Aber wir wissen auch um unsere Qualität.“
Die will der gebürtige Berliner auch selbst auf den Platz bringen – wenn auch auf der rechten Außenbahn. „Das ist nicht gerade meine gewohnte Position“, erklärt Covic, der sich eigentlich im Zentrum am wohlsten fühlt. „Aber ich komme damit von Spiel zu Spiel immer besser klar. Auch im Training. Da habe ich eine neue Position für mich entdeckt.“ Jetzt muss es nur noch mit seinem ersten Dynamo-Sieg klappen...
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