Mychajlo Fedorow: Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister berät italienische Regierung
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird Italien künftig bei Fragen der militärischen Innovationen beraten. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto teilte nach einem Treffen mit seinem Ex-Kollegen in Rom mit, Fedorow habe sein bereits zuvor unterbreitetes Angebot angenommen, ihn als Berater im Militärbereich zu unterstützen. Die beiden Politiker hätten sich vor allem über Drohnen, unbemannte Systeme und Luftverteidigung unterhalten.
Fedorow bedankte sich bei Crosetto. Er wolle Italien dabei unterstützen, »moderne Technologien der Kriegsführung zu übernehmen, seinen Verteidigungssektor zu stärken und sich an neue globale sicherheitspolitische Herausforderungen anzupassen«, schrieb er. Fedorow sagte, die Ukraine verfüge über einzigartige Erfahrungen, die das Land mit seinen Verbündeten teilen wolle.
Fedorow stellte trotz des Beraterpostens klar: »Gleichzeitig bleibt mein Hauptfokus unverändert: Ich setze meine Arbeit in der Ukraine an zentralen Projekten fort, die unsere Verteidigung stärken und dazu beitragen, internationale Ressourcen zu gewinnen.« Fedorows Büro zufolge wird er weiter in Kyjiw bleiben und von dort aus arbeiten. Von der ukrainischen Präsidialverwaltung gab es zunächst keine Stellungnahme.
Fedorow ist in der Ukraine bereits der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn, der entlassen wurde. Der 35-Jährige war im Juli gerade einmal sechs Monate im Amt. Nach Meinung zahlreicher Kommentatoren war er aus dem Amt gedrängt worden. In der Folge gingen Tausende in der Ukraine auf die Straße und verlangten Fedorows Wiedereinsetzung.
Anfang August forderte Fedorow dann Wahlen in der Ukraine , was das Verhältnis zu Wolodymyr Selenskyj weiter eintrübte. Wegen des seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 geltenden Kriegsrechts sind Wahlen ausgesetzt. Fedorow gilt als möglicher Konkurrent für Selenskyj bei einer möglichen Präsidentenwahl.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zeit.de — der Inhalt gehört Die Zeit Politik.