Zweiter Sieg in Folge, aber ... - Trainer rechnet mit Aufstiegs-Favorit ab
Mit dem 2:0-Heimsieg gegen Tasmania Berlin – dem zweiten Dreier in Folge – setzte der Hallesche FC seinen zarten Aufwärtstrend in der Regionalliga Nordost fort. Für Euphorie sorgt das an der Saale aber noch lange nicht.
Das Duell gegen den Aufsteiger wollten am Mittwochabend gerade mal 4.452 Zuschauer sehen. Weniger waren das letzte Mal vor viereinhalb Jahren da. Und die, die kamen, wurden nicht mit berauschendem Fußball verwöhnt. Auch Trainer Robert Schröder musste am MDR-Mikro ernüchtert feststellen: „Wir waren sehr unruhig am Ball. Das Beste war, dass wir mit 1:0 in die Pause gegangen sind. Das war in Summe von jedem ein Schritt zu wenig.“
Bittere Erkenntnis und vielleicht auch eine Frage der Einstellung? Noch vor wenigen Tagen holte der Hallesche FC vor Millionenpublikum am TV und im ausverkauften Wohnzimmer im Pokal-Krimi gegen Schalke 04 alles aus sich heraus.
Gegen einen Aufsteiger ohne große Strahlkraft wie Tasmania Berlin gelingt das anscheinend nicht. Warum ist das so? Coach Schröder: „Das ist tatsächlich eine gute Frage, die wir intern aufarbeiten müssen. Vielleicht waren wir ein bisschen zu locker in der Herangehensweise und dann überrascht, dass Tasmania uns so hoch presst.“
Fakt ist, im Aufstiegsrennen bedarf es einer anderen Mentalität. Zeit sich darüber Gedanken zu machen hat die Mannschaft jetzt aber. Zum einen hat der HFC am Wochenende kein Landespokal-Duell und spielfrei und zum anderen hatte der Trainer drei frei Tage versprochen, wenn man die Ligaspiele gegen Hertha II und Tasmania gewinnt.
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