Dua-Lipa-Trend „Pickle Coke“ - Ist Cola-Gurkenwasser wirklich so gesund?
Cola mit Essiggurken, Gurkenwasser und scharfer Jalapeño-Lake war 2024 das Hype-Getränk in den sozialen Netzwerken. Klingt erst einmal eklig, soll aber gesund sein. Grund für den Trend war Sängerin Dua Lipa (30). Der Mix soll bei ihrer Hochzeit in Italien serviert worden sein. Coca-Cola bringt den Social-Media-Trend jetzt nach Deutschland. Der Getränkekonzern verschickt 500 Testboxen mit Cola, Gurken und Jalapeños an Micro-Influencer.
Doch kann das schräge Getränk dem Körper tatsächlich etwas bringen? Als Ernährungsexpertin habe ich mir den Trend etwas genauer angeschaut. Das Rezept ist denkbar einfach: In ein Glas mit eisgekühlter Cola – meist Light oder Zero – kommen ein Schuss Gurkenlake und ein Schuss Jalapeño-Lake. Anschließend werden einige Essiggurken hinzugegeben. Auf Instagram und TikTok kursieren inzwischen zahlreiche Varianten, etwa mit Limettensaft, Tajín-Gewürz oder anderen Cola-Sorten. Vor allem die Gurkenlake macht den Drink so besonders. Im Sport gilt sie schon länger als Hausmittel gegen Muskelkrämpfe. D och was sagt die Wissenschaft dazu?
Die Studienlage ist bislang uneinheitlich. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass kleine Mengen Gurkenlake Muskelkrämpfe nach Belastung verkürzen können. Forscher vermuten, dass dabei die Essigsäure einen Reflex auslöst, der die Nervenaktivität beeinflusst. Dieser Mechanismus ist bislang jedoch nicht abschließend belegt.
Was bedeutet das also für den viralen Trend? Als Ernährungswissenschaftlerin würde ich den Mix nicht als Gesundheitsdrink bezeichnen. Gurkenlake kann in kleinen Mengen für Sportler zwar interessant sein, gleichzeitig enthält sie jedoch viel Salz. Zusammen mit der Säure aus Essig und Cola kann das bei empfindlichen Menschen den Magen reizen oder die Zähne belasten.
Die Cola liefert vor allem Zucker oder Süßstoffe sowie Koffein. Auch die Jalapeños machen daraus keinen Gesundheitsdrink. Der „Pickle Juice“ bleibt deshalb vor allem eines: ein ungewöhnliches Geschmacksexperiment. Ob der Mix schmeckt, muss am Ende jeder selbst entscheiden.
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