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Kultur

Klinikum Oldenburg: 3D-Drucker stellt Kautabletten für schwer kranke Kinder her

Stern ·
Klinikum Oldenburg: 3D-Drucker stellt Kautabletten für schwer kranke Kinder her

Erdbeer-Vanille statt bittere Medizin: Eine neue Technik kann die Behandlung von kleinen Patientinnen und Patienten erleichtern.

Ein Krankenhaus im Nordwesten hat erste Erfahrungen gesammelt.

Mit einem 3D-Arzneimitteldrucker stellt die Apotheke des Klinikums Oldenburg Kautabletten für schwer kranke Kinder her.

Mit dem Gerät können Dosis, Konsistenz, Form, Größe und Geschmack auf die Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen angepasst werden, wie der Leiter der Krankenhausapotheke, Kim Green, berichtete.

Hintergrund ist, dass es einige industriell hergestellte Medikamente für Kinder nicht in der passenden Form und Dosierung gibt.

Tabletten müssen dann zum Beispiel geteilt werden.

Vorteile bringt das Gerät in der Größe eines Backofens auch mit Blick auf den Geschmack. „Unsere 3D -gedruckten Arzneimittel haben eine Geschmacksverstärkung.

Das heißt, bis zu einem gewissen Grad schmeckt das Arzneimittel auch viel besser“, sagte Green.

Die derzeit hergestellten Kautabletten haben einen Erdbeer-Vanille-Geschmack.

Auch das helfe bei der Behandlung der kleinen Patienten und Patientinnen.

Prozesse sind geprüft - Nutzung wird ausgeweitet Seit vergangenem April versorgt das Klinikum Oldenburg schwer kranke Kinder mit Tabletten aus dem 3D-Arzneimitteldrucker.

Nach Angaben der Medizinischen Vorständin, Prof.

Andrea Morgner-Miehlke, gibt es in Deutschland bislang nur wenige Universitätskrankenhäuser, die diese Technik nutzen.

Die Pilotphase ist demnach weitgehend abgeschlossen, die Prozesse sind geprüft und zertifiziert.

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