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Kapitän verpasst mehrere Spiele - Kleindienst-Drama bei Gladbach!

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Kapitän verpasst mehrere Spiele - Kleindienst-Drama bei Gladbach!

Keine Punkte, aber dafür jede Menge Verletzte – diese Gladbach-Bilanz hat sich seit dem ersten Spieltag dieser bisherigen Seuchen-Saison nicht geändert. Und darunter leidet jetzt auch Alexander Blessin (53).

Vor dem wichtigen Keller-Kracher in der Bundesliga am Sonntag gegen Hoffenheim (17.30 Uhr/DAZN) musste der neue Trainer von Borussia Mönchengladbach mehrere Spieler vermelden, die nicht dabei sein werden. Dass Enzo Leopold (26/Kreuzbandriss) fehlt, war klar, dass die Teenie-Juwele Jan Leszczynski (19/Knie) und Fritz Fleck (19/Muskelverletzung) fehlen, war aber neu. Bitter ist auch, dass die Partie für Jens Castrop (23/Schulter), Franck Honorat (30) und Ko Itakura (29/beide Muskelverletzung) zu früh kommt. Dass Tim Kleindienst (31) nicht mitwirken kann, war nach seinem Trainings-Abbruch unter der Woche erwartbar. Doch das Ausmaß seiner Verletzung schockt – vor allem angesichts seiner Historie – dann doch.

Blessin erklärte, Kleindienst habe sich erneut einen Muskelfaserriss zugezogen, damit wird er aller Voraussicht nach nicht nur die Hoffenheim-Partie verpassen, sondern auch die folgenden Spiele in Stuttgart, im Pokal gegen Karlsruhe und gegen Paderborn, womöglich fehlt auch vor der Länderspielpause in Hamburg. Schon im Derby in Köln (1:2) hatte der Kapitän wegen eines Muskelfaserrisses gefehlt, jetzt hat er an einer anderen Stelle die gleiche Verletzung.

Damit geht das Kleindienst-Drama weiter. Die letzte Saison hatte der Nationalspieler (vier Tore in sechs Spielen) wegen eines kaputten Knies fast komplett verpasst, in die neue Spielzeit startete er mit schwachen Leistungen und harten Worten an seine Kollegen, die für Aufsehen sorgten, in Freiburg (0:5) sah er völlig unnötig Gelb-Rot und jetzt ist er verletzt. Blessin dazu auf BILD-Nachfrage: „Tim ist natürlich sehr traurig über die Situation. Wenn wir über die Historie reden, hat er die komplette Vorbereitung mitgemacht und war eigentlich schmerzfrei. Dann hatte er eine strukturelle Verletzung, wollte unbedingt zurück und dann kommt die zweite Situation etwas weiter höher, da müssen wir jetzt schauen. Es ist ja nichts Neues, dass Spieler nach langen Verletzungen lange brauchen, und Tim war einfach ein Jahr lang weg. Dass es da immer wieder Rückschläge gibt, sieht man an vielen Beispielen. Damit müssen wir zurechtkommen, das ist bitter für ihn und für uns. Es ist eine Zeit, in der wir ihn natürlich sehr gut gebrauchen könnten. Jetzt gilt es, ihn zu unterstützen, und er ist auch klar im Kopf, will möglichst schnell zurückkommen und wird alles machen, damit das auch passiert. Jetzt ist er geknickt, aber ich verspreche, dass er auch daraus erstarkt zurückkommt.“

Bis dahin muss Blessin aber erstmal eine andere Stürmer-Lösung finden. Eine Aufstellung ohne echte Spitze könne eine kurzfristige Lösung sein, indirekt schloss er sie aber für das Hoffenheim-Spiel schon aus. Wahrscheinlich also, dass Isac Lidberg (28) nach seinem schwachen Auftritt in Köln eine weitere Chance bekommt. Der Schwede und seine Kollegen müssen dafür sorgen, dass das Kleindienst-Drama nicht noch schmerzhafter für Gladbach wird.

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