Fußball-Bundesliga: Nur Karius ist zu wenig: Schalke bereitet Anlass zur Sorge
Drei Heimspiele ohne Sieg und eigenes Tor: Nach dem 0:1 gegen Mainz sprechen Trainer, Kapitän und Sportdirektor Klartext.
Warum die Schalker Offensive offenbar nicht allein das Problem ist.
Angriffslustig und deutlich wurde es auf Schalke erst nach dem Spiel.
Schönreden wollte das 0:1 (0:1) gegen den FSV Mainz 05 niemand.
Immerhin.
Dass der FC Schalke 04 auch im dritten Bundesliga-Heimspiel seit dem Wiederaufstieg ohne eigenes Tor blieb, war das Eine.
Dass das gesamte Spiel einem Totalausfall glich, das Andere. „Wir waren auf dem gesamten Platz in den Duellen unterlegen“, bekannte Trainer Miron Muslic. „Wenn du 65 Minuten lang gefühlt keinen Zweikampf gewinnst, wird es natürlich schwer.
Da reden wir über ein Schalke-Basic - haben wir heute leider nicht geschafft.“ Und das gab nicht nur dem Trainer, der erstmals überhaupt auf Schalke zwei Niederlagen hintereinander erlebte, zu denken.
In der Vorwoche hatte der Aufsteiger 1:2 in Freiburg verloren.
Sportdirektor Mulder voller Sorge - deutliche Worte von Karaman „Wenn du zweimal hintereinander verlierst und dir keine Sorgen machst, ist das auch nicht gut“, sagte Sportdirektor Youri Mulder. „Ich finde schon, dass man da dranbleiben und sich Sorgen machen darf.“ Zumal das dritte Heimspiel ohne Sieg in der Bundesliga am Samstag nicht nur laut Kapitän Kenan Karaman „das schlechteste“ bislang war. „Ich denke auch, dass wir viel zu schlampig spielen“, sagte der 32-Jährige. „Das Zweikampfverhalten war unterirdisch.“ Deutliche Worte, die aber gut ankamen. „Hundertprozentig“ genauso so sah dies Trainer Muslic: „Das ist eine klare, aber auch ehrliche Analyse.
Und das ist, wie wir hier miteinander umgehen: ehrlich.“ Wie ehrlich Muslic nun mit Stürmer-Oldie Edin Dzeko umgeht, ist unklar.
Als Ersatz für den verletzten Moussa Sylla durfte der 40-Jährige gegen Mainz von Beginn an ran und wirkte wie ein Fremdkörper.
Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig zog sich zudem eine tiefe Platzwunde am Kopf zu, nach 60 Minuten nahm ihn Muslic vom Feld.
Der eingewechselte Hee-Chang Hwang sorgte - auf überschaubarem Niveau - für mehr Gefahr.
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