Venezuela: USA sichern sich Kontrolle über Ölreserven Venezuelas
US-Präsident Donald Trump hat einen beispiellosen Vorstoß der USA zur Sicherung der Kontrolle über ein Fünftel der venezolanischen Ölreserven angekündigt. US-Amerikanische Unternehmen sollen demnach die marode venezolanische Energiewirtschaft wiederbeleben und gleichzeitig eine neue Rohölquelle erschließen, um die Spritpreise zu senken.
Trump nannte nur wenige Einzelheiten zu der Vereinbarung. Er schrieb auf der Plattform Truth Social, die USA hätten sich durch eine Partnerschaft mit Privatunternehmen die mehrheitliche Kontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven in Venezuela gesichert. Dies sei »ohne Kosten für den amerikanischen Steuerzahler« geschehen.
Der Ankündigung gingen wochenlange Verhandlungen zwischen den USA und Venezuela voraus. Dabei ging es um eine Vereinbarung, die US-Unternehmen langfristigen Zugang zu einer Reihe venezolanischer Ölfelder verschaffen und die daraus resultierende Rohölversorgung der USA garantieren soll. Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt, produziert aber nach Jahren der Unterinvestition, Misswirtschaft und Sanktionen nur etwa 1,25 Millionen Barrel pro Tag.
Angesichts steigender Benzinpreise steht die US-Regierung vor den Zwischenwahlen im weiteren Jahresverlauf unter Druck. Seit die USA die Regierung des ehemaligen Präsidenten Nicolas Maduro nicht mehr anerkennen, bemüht sich Washington um eine stabile Zufuhr venezolanischen Rohöls für US-Raffinerien.
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