Trump-Sprecherin Katie Zacharia muss gehen
Nach einer Woche im Amt steht Trumps Sprecherin Katie Zacharia vor dem Aus. Der US-Präsident legte ihr einen Rückzug nahe. Mehrere US-Medien berichteten über ihre Entlassung.
Die gerade erst angetretene neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump , Katie Zacharia, gibt ihr Amt US-Kreisen zufolge auf. Der US-Präsident legte ihr öffentlich einen Rücktritt nahe.
Zunächst berichteten die "New York Times" und der Fernsehsender CNN, sie sei entlassen worden. Die Medien beriefen sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beziehungsweise Berater des Präsidenten. Sie werde den Posten räumen, bestätigte auch ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur, ohne nähere zeitliche Angaben zu nennen. Auch die Nachrichtenagentur AFP erfuhr von einem Mitarbeiter des Weißen Hauses, dass Zacharia ausscheide.
Zacharia hatte den Job erst am Montag angetreten. Ein Statement von ihr selbst oder dem Weißen Haus liegt bislang nicht vor. Auch eine Nachfolge steht zunächst nicht fest.
Trump deutete einen Rückzug seiner Sprecherin vor Journalisten an. "Ich habe zu ihr gesagt: Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen."
Ob Zacharia im Amt bleibe, wolle er ihr selbst überlassen. Sie sei von den Medien in den vergangenen Tagen sehr schlecht behandelt worden, beklagte Trump. "Sie hat in den vergangenen Tagen gelitten", sagte er. Er habe sie deshalb gefragt, ob sie sich das wirklich antun wolle. "Vielleicht ist das nichts für sie", räumte er ein. Er wolle lediglich, dass sie glücklich sei, und werde ihre Entscheidung unterstützen. Er wolle bald erneut mit ihr sprechen.
Zacharia war Nachfolgerin von Karoline Leavitt, die das Amt Ende August verlassen hatte . Zuvor arbeitete Zacharia unter anderem für Trump Media and Technology - die Gruppe hinter der Truth-Social-Plattform des Präsidenten. Trump hatte die Personalie erst am Sonntag öffentlich gemacht. Er hatte sie als "loyale und brillante Unterstützerin" gelobt. Außerdem sei sie "ein hingebungsvoller Fan und Mitglied" seiner Bewegung "Make America Great Again".
Die Personalentscheidung kam anscheinend überraschend, wie Zacharia selbst im Interview des rechtskonservativen Senders Real America's Voice schilderte: So habe Trump sie angerufen, worauf sie am Donnerstag losgeflogen sei, um ihn am Freitag zu treffen. Noch am gleichen Tag habe sie das Jobangebot angenommen, sagte sie. Am Samstag sei sie dann nach Kalifornien zurückgeflogen, um ihre Koffer zu packen und am Sonntag wieder in die US-Hauptstadt zu fliegen.
Zacharia hatte am Dienstag ihr Debüt im Presseraum des Weißen Hauses gegeben. Dabei wirkte die frühere Fernsehkommentatorin stellenweise nervös und verhaspelte sich mehrfach. Nach weniger als einer Viertelstunde beendete sie die Pressekonferenz. Das "Wall Street Journal" berichtete daraufhin von Zweifeln auch unter Trump-Verbündeten, ob sie der anspruchsvollen Aufgabe gewachsen sei.
Zusätzlichen Druck erzeugten Fragen zu ihrer beruflichen Qualifikation. Sie gab zu, bei einer Anwaltsprüfung durchgefallen zu sein.
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