Johannes Winkel mit Rekordergebnis als JU-Chef bestätigt
Johannes Winkel erhielt bei seiner Wiederwahl an die Spitze der Jungen Union so viel Zustimmung wie nie zuvor. In seiner Rede wies Winkel auf den Ernst der Lage in der Union hin.
Johannes Winkel ist mit seinem bislang besten Ergebnis als Vorsitzender der Jungen Union bestätigt worden. Beim Deutschlandtag in Bonn stimmten 265 Delegierte für den CDU -Bundestagsabgeordneten, 16 gegen ihn. Zwei enthielten sich, Gegenkandidaten gab es nicht.
Ohne die Enthaltungen kommt der 34-jährige Jurist damit auf 94,3 Prozent Zustimmung. Damit übertrifft Winkel sein Ergebnis von 2024, als er 90,5 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten hatte. Bei seiner ersten Wahl 2022 waren es 87 Prozent.
In seiner Rede beim Deutschlandtag wies Winkel angesichts von drei desaströsen Landtagswahlen und Umfrageergebnissen unter 20 Prozent auf den Ernst der Lage in der Union hin. Gleichzeitig rief der 34-jährige Jurist zu Zuversicht und Selbstbewusstsein auf.
"Wir werden diejenigen sein, die die Geschichte der Volkspartei von CDU und CSU erfolgreich weiterschreiben", sagte Winkel. Zugleich warnte er die CDU vor einer rückwärtsgewandten Politik.
"Aber in den letzten 15 Jahren hat sich unser Land eben grundlegend verändert", erklärte Winkel. Wenn die CDU wieder "Debattenhoheit" erringen und Volkspartei bleiben wolle, müsse sie "sich anstrengen" und "wieder kämpfen".
Die Junge Union hat nach eigenen Angaben etwa 90.000 Mitglieder und bezeichnet sich als den größten politischen Jugendverband in Deutschland und Europa. Vor Beginn des Deutschlandtags hatte Winkel die Eigenständigkeit des Parteinachwuchses der Union betont: "Wir machen unser eigenes Ding."
Mit Spannung wird der Auftritt von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz am Samstag erwartet, der im vergangenen Jahr wegen der Rentenreform heftig mit den Delegierten aneinandergeraten war.
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