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NFL-Kolumne von Carsten Spengemann - Chargers? Bitte einmal Stecker ziehen!

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NFL-Kolumne von Carsten Spengemann - Chargers? Bitte einmal Stecker ziehen!

Als die NFL vor geraumer Zeit den Spielplan der aktuellen Saison mit großem Brimborium veröffentlichte, war die Partie der Los Angeles Chargers gegen die Kansas City Chiefs eines der Spiele im ersten Saisondrittel, auf das ich mich am meisten gefreut habe. Doch diese Vorfreude ist inzwischen komplett verflogen. Und ich weiß schon jetzt ganz genau, welches Spiel ich mir am kommenden Sonntag auf gar keinen Fall in voller Länge anschauen werde.

Seit mittlerweile sechs Jahren sind die Chargers mit ihrem Spielmacher Justin Herbert vor jeder Saison so etwas wie der geheime Geheimfavorit. Ein Team, dem ein großer Teil der Experten und Journalisten den ganz großen Wurf zutraut. Doch Jahr für Jahr folgt schon nach wenigen Wochen die große Ernüchterung, die zum Ende der Saison schnell wieder der Hoffnung auf das nächste Jahr weicht.

Nach knapp drei Jahren unter dem Regime von Brandon Staley zogen die Teamverantwortlichen mitten in der Saison den Stecker. Nach fünf Siegen und neun Niederlagen war Schluss. Staleys Bilanz nach fast drei Spielzeiten: 24 Siege bei 24 Niederlagen. Zu wenig für das Talent, das in diesem Team schlummerte.

Die verkorkste Saison wurde unter Interimstrainer Giff Smith zu Ende gebracht. Im Januar 2024 zauberten die Chargers dann die Verpflichtung von Jim Harbaugh als neuem Headcoach aus dem Hut. Die alljährliche Hoffnung der Chargers-Fans steigerte sich ab diesem Zeitpunkt regelrecht in Euphorie.

Aufgewachsen als Sohn der College-Trainerlegende Jack Harbaugh schaffte es der junge Jim nicht nur als Quarterback an die renommierte University of Michigan. Er spielte sich dort auch auf die Notizzettel der NFL-Teams und wurde 1987 in der ersten Runde von den Chicago Bears gedraftet. In seiner langen NFL-Karriere warf er für 26.288 Yards, ehe er nach der Saison 2000 seine aktive Karriere beendete und sich endgültig dem Coaching widmete.

Die These, dass aus Ex-Spielern nicht immer gute Trainer werden, widerlegte Harbaugh anschließend im ganz großen Stil. National Champion mit seiner Alma Mater Michigan, mehrfacher Big-Ten-Champion und natürlich die Super-Bowl-Teilnahme mit den San Francisco 49ers sind nur einige Stationen seines beeindruckenden Lebenslaufs an der Seitenlinie.

Dieser erfolgreiche Trainer und ehemalige Quarterback sollte jetzt endlich das große Potenzial der Offense rund um Spielmacher Justin Herbert ausschöpfen.

Herbert ist seit mittlerweile sechs Jahren der große Hoffnungsträger der Chargers. 2020 in der ersten Runde gedraftet, legte er sofort los wie die Feuerwehr. 31 Touchdown-Pässe in seiner ersten Saison brachten ihm nicht nur die Auszeichnung zum AP Offensive Rookie of the Year ein. Damit stellte er auch einen NFL-Rookie-Rekord auf.

Nach mehreren Headcoaches und diversen Offensive Coordinators sollte mit Harbaugh endlich Konstanz bei den Chargers einziehen. Und zunächst ging es tatsächlich aufwärts. Zwei Jahre in Folge schafften es die Mannen mit dem Blitz auf dem Helm in die Playoffs. Beide Male war zwar bereits in der ersten Runde Schluss, trotzdem war im Vergleich zu den Jahren davor ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Sport.

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