Von Starlink-System der Ukraine - Musk soll Trump Drosselung vorgeschlagen haben
Washington (USA) – Dieser Vorwurf hat es in sich: Elon Musk (55) soll Donald Trump (80) persönlich vorgeschlagen haben, die Satelliten-Verbindung für die Ukraine auszubremsen. Mit Folgen für die Abwehr russischer Drohnen! Wie der „Telegraph“ (gehört wie BILD zu Axel Springer) unter Berufung auf vier mit den Gesprächen vertraute Quellen berichtet, soll Musk mit der Idee auf Trump zugegangen sein, die Geschwindigkeit des militärisch genutzten Starshield-Systems zu begrenzen.
Eine Quelle behauptet demnach sogar: Trump habe dem Vorschlag „zugestimmt“. Anschließend habe das Pentagon die Drosselung umgesetzt. Zu dieser Zeit stritt Trump heftig mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) über Kiews Angriffe auf russische Ölraffinerien. US-Vertreter hatten ukrainische Unterhändler laut Bericht gewarnt, dass Washington den Austausch von Geheimdienstinformationen und weitere Unterstützung stoppen könnte, sollten die Attacken nicht aufhören.
Für die Ukraine hatte die Starshield-Bremse offenbar schwere Folgen. Die Geschwindigkeit damit verbundener Drohnen sei auf rund 160 km/h begrenzt worden. Damit sei es praktisch unmöglich geworden, russische düsengetriebene Drohnen und Raketen abzufangen, die etwa doppelt so schnell fliegen.
Selenskyj nannte die Einschränkung am Freitag eine „sehr gefährliche und unangenehme Überraschung“. Doch um die Verantwortung ist jetzt ein heftiger Streit entbrannt. Musk wies die Schuld von sich und erklärte, „sämtliche Beschränkungen bei Geschwindigkeit oder Nutzung“ würden vom US-Militär und letztlich vom Präsidenten entschieden. Eine hochrangige Quelle widerspricht dieser Darstellung. Musk habe nach einer verheerenden Nacht in Kiew negative Reaktionen europäischer Kunden gefürchtet und öffentlich die US-Regierung verantwortlich gemacht. Die Quelle behauptet: „Die Wahrheit ist, dass beide daran beteiligt waren.“ Ein hochrangiger europäischer Beamter sowie zwei ukrainische Quellen bestätigten dem „Telegraph“ diese Version.
Das Weiße Haus widerspricht allerdings. Ein US-Regierungsvertreter sagte am Freitag zur Nachrichtenagentur AFP: „Der Präsident hat niemals eine solche Aufforderung gemacht.“ Auch das Pentagon hat die Hintergründe der Einschränkungen bislang nicht öffentlich erklärt. Inzwischen soll sich die Lage wieder bessern. Selenskyj sagte, aus dem Weißen Haus gebe es Signale, die Fähigkeiten wiederherzustellen. Die alte Geschwindigkeit sei zwar noch nicht erreicht, komme aber schrittweise zurück.
Der Fall dürfte Europas Zweifel an der Abhängigkeit von Musks Satelliten-Technik weiter befeuern. Polens Außenminister Radosław Sikorski warnte Musk bereits öffentlich: „Als Ihre europäischen Kunden beobachten wir Sie.“
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