Pflichtzölibat: Kirche oder Kuscheln? - Wenn der Pfarrer sich verliebt
Wer als katholischer Priester heiraten will, kann sein Amt nicht einfach behalten.
Manche Geistliche ziehen die Konsequenz – und müssen oft neu anfangen.
Erst ist da vielleicht nur eine Begegnung.
Ein Gespräch, eine Nähe, die wächst.
Irgendwann steht ein Priester vor einer Entscheidung, die sein Leben grundlegend ändert: Bleibt er im Amt - oder entscheidet er sich für einen Menschen, den er liebt? Es kommt vor, dass katholische Priester ihre Pfarreien verlassen, weil sie den Zölibat nicht mehr leben wollen.
Präzise Zahlen gibt es in Rheinland-Pfalz dazu kaum.
Bistümer erfassen die Gründe für Amtsaufgaben und Laisierungen unterschiedlich - oder gar nicht.
Dem Bistum Mainz sind seit 1980 nach eigenen Angaben 19 Priester bekannt, die ihr Amt wegen einer Beziehung aufgegeben haben.
Eine allgemeine Statistik führt das Bistum jedoch nicht.
Der Zölibat sei keineswegs der einzige Grund, warum Priester ihren Dienst beendeten, betont die Diözese.
Hinter den Zahlen stehen Einzelschicksale: Männer, die ihre Berufung über Jahre gelebt haben und irgendwann feststellen, dass sie ihr Leben anders führen möchten.
Hilfe beim Neuanfang Für diese Priester endet mit dem Abschied aus dem Amt nicht nur ein Beruf.
Häufig müssen sie auch ihre finanzielle und berufliche Zukunft neu ordnen.
Das Bistum Mainz gewährt nach eigenen Angaben eine Übergangsbeihilfe, sorgt für die Nachversicherung und ermuntert die Betroffenen, ihren kirchlichen Status durch ein Laisierungsverfahren zu klären.
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