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Traurige Stunden in Istanbul - Burcu: „Ich habe überlegt, mit dem Fußball aufzuhören“

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Traurige Stunden in Istanbul - Burcu: „Ich habe überlegt, mit dem Fußball aufzuhören“

Das könnte seine Saison werden! Nach vielversprechenden Kurzeinsätzen in der vergangenen Spielzeit will Union-Profi Livan Burcu (21) nun durchstarten. Im BILD-Interview spricht der türkische U21-Nationalspieler über die schwerste Zeit seines Fußballerlebens und seinen Weg zurück bis nach Köpenick.

BILD: Ihre Karriere verlief nicht geradlinig. Über Frankfurt ging es nach Sandhausen, dann zu Union und für ein Jahr weiter nach Magdeburg. Sogar bei Beşiktaş in Istanbul waren Sie für kurze Zeit.

Burcu: Nach Frankfurt war ich bei Beşiktaş, auch wenn das nie richtig offiziell geworden ist. Da gab es Probleme mit meiner Spielerlizenz, weil ich noch unter 18 war. Das war für mich eine sehr schwere Zeit, weil ich nicht spielen durfte. Ich war 16 Jahre alt und allein in Istanbul. Das war eine Phase, in der ich darüber nachgedacht habe, mit dem Fußball aufzuhören.

Ich war mit dem damaligen NLZ-Leiter vom SV Sandhausen in Kontakt. Er sagte zu mir: ‚Ich glaube an dich, komm zu uns. Ich denke, dass du den Sprung in den Profikader schaffen wirst.‘ Dann bin ich zurück nach Deutschland, nach Sandhausen, gegangen. Schon zu Beginn der Saison wurde ich in die damalige Zweitliga-Mannschaft integriert und habe einen Profivertrag bekommen.

Nein, das hat mir überhaupt nichts gebracht. Mein Vater hat mich am Anfang noch begleitet, aber irgendwann war ich dort ganz allein. Wenn ich heute noch einmal vor dieser Entscheidung stehen würde, würde ich sie nicht noch einmal so treffen.

Frankfurt wird immer meine Lieblingsstadt bleiben, weil es meine Heimat ist. Mir fällt es schwer, mich an einem neuen Ort wohlzufühlen. Aber ich habe mich in Berlin gut eingelebt.

Vergangene Saison gelang Ihnen mit einem Last-Minute-Tor bei Union der Durchbruch. Wie oft haben Sie sich Ihren Treffer zum 2:2 gegen Köln angesehen?

Ich habe es mir bestimmt zwei-, drei- oder viermal angeschaut. Aber weil viele Freunde das gepostet haben, habe ich das Tor anschließend immer wieder gesehen. Über die Instagram-Storys ist es ständig aufgetaucht. Das war schon ein schönes Gefühl. Es war auch ein wichtiger Treffer.

Auch im Training sieht man: Das war kein Zufall. Sie trainieren den Abschluss immer wieder.

Ich bin ein Spieler, der gerne über die linke Seite kommt. Egal, ob ich dann nach innen ziehe oder bis zur Grundlinie gehe. Ein Trainer aus Frankfurt hat mir mal gesagt, dass ich an meinen Schwächen arbeiten soll, vor allem aber meine Stärken regelmäßig trainieren muss. Davon lebe ich letztlich: vom Eins-gegen-eins, von schnellen Dribblings und davon, zum Abschluss zu kommen.

Beim Testspiel gegen Cagliari Calcio haben die Union-Fans ein altes Tusche-Fanlied für Sie gesungen. Erfüllt es Sie mit Stolz, mit einer solchen Union-Legende verglichen zu werden?

Ich habe das Video gesehen. Während des Spiels habe ich es gar nicht mitbekommen, weil ich komplett fokussiert war. Tusche ist eine Union-Legende, und das macht es umso schöner. Außerdem ist er ein guter Freund von mir.

Sie waren einer der heimlichen Lieblinge von Ex-Trainer Steffen Baumgart. Wie ist Ihr Verhältnis zum neuen Trainer Mauro Lustrinelli?

Steffen und ich kamen gut miteinander klar.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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