Unwetter: Verletzte durch umgestürzten Baum in Rheinland-Pfalz
Eine Frau ist bei einem schweren Unwetter in Rheinland-Pfalz von einem Baum erschlagen worden. Zuvor hatte die Polizei von zwei Verletzten gesprochen, die von einem entwurzelten Baum getroffen wurden, als sie Schutz suchten. Wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilte, erlag die 58-Jährige ihren Verletzungen. Ihre Begleiterin sei schwer verletzt worden.
Auch in anderen Teilen des Landes führten Unwetter zu Schäden. Neben Rheinland-Pfalz stürzten auch in Thüringen, Brandenburg und Bayern mehrere Bäume wegen starker Winde und Regens um. Mehrere Autobahnabschnitte waren zwischenzeitlich nur eingeschränkt befahrbar. Im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree gab es einen Tornado. »Bei dem Ereignis in Fürstenwalde handelt es sich unzweifelhaft um einen Tornado«, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Es lasse sich noch keine verlässliche Aussage über die Stärke des Tornados treffen.
Auch aus den Regionen um Koblenz sowie Trier wurden Schäden und Stromausfälle gemeldet. Im Westerwald rissen Sturmböen teils Wände aus Häusern gerissen, wie die Nachrichtenagentur dpa meldete. Die Potsdamer Polizei sprach von einigen entstandenen Schäden an Autos durch umgestürzte Bäume.
Im hessischen Laubach beschädigte ein umstürzender Baum einen Gastank in einem Wohnhaus. Weil Gas austrete, laufe ein Feuerwehreinsatz, hieß es am frühen Morgen von der Polizei. Gefahr für die Bevölkerung bestehe zwar keine, sagte ein Polizeisprecher. Dennoch sei der Bereich im Umkreis von 200 Metern geräumt worden.
Laut der Europäischen Unwetterdatenbank soll es im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree einen Tornado gegeben haben. Ein Dach wurde demnach abgedeckt, und mehrere Bäume stürzten um. In Thüringen gab es nach Polizeiangaben mehrere wetterbedingte Einsätze. Unter anderem seien Keller vollgelaufen und Autos durch umfallende Bäume beschädigt worden.
In Unterfranken sind ebenfalls mehrere Fahrzeuge beschädigt worden. Auch ein parkender Wohnwagen wurde demnach von einem Baum getroffen. Menschen kamen den Angaben zufolge dabei nicht zu Schaden.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vor Gewittern in mehreren Teilen des Landes gewarnt. Für die Nacht sagten die Meteorologen vor allem für den Westen starken Regen, Hagel und Sturmböen voraus. Danach sollen die Gewitter in den Osten ziehen. Am Donnerstag sind laut DWD im Norden und Süden Donner, Blitze und Regen möglich.
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