Tren de Aragua: FBI hilft bei Festnahme von Tren-de-Aragua-Drogenboss in Peru
In Peru ist ein Anführer des venezolanischen Drogenkartells Tren de Aragua festgenommen worden. Wie die Regierung am Samstag mitteilte, stellten Ermittler den Drogenboss Ibelmery Adon Colina Maldonado – auch bekannt unter dem Namen R15 – in der Hauptstadt Lima. Bei der Fahndung und Festnahme arbeitete die peruanische Polizei mit der US-Bundespolizei FBI sowie der chilenischen Polizei zusammen.
Adon Colina gilt als Anführer der Drogenbande in Chile . Er stand auch auf der Fahndungsliste, weil er mutmaßlich in die Entführung eines Venezolaners in Chile verwickelt war. Innenminister César Astudillo sagte, der 48-Jährige gehöre »zu der transnationalen Organisation, die als Tren de Aragua bekannt ist«. Er werde nach Chile ausgewiesen.
Das Kartell Tren de Aragua, das von den US-Behörden als Terrororganisation eingestuft wird, entstand 2014 im gleichnamigen venezolanischen Bundesstaat und hat sich nach Erkenntnissen der Geheimdienste auf acht südamerikanische Länder ausgedehnt. Die Verbrecherorganisation wird beschuldigt, Menschenhandel, Mord, Entführungen, Raub, Drogenhandel und Erpressung zu begehen.
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat das Drogenkartell Tren de Aragua zu einem Symbol in ihrem Kampf gegen illegalen Drogenhandel in Lateinamerika gemacht. Im Juni hatte das US-Militär bekanntgegeben, den Anführer von Tren de Aragua, Niño Guerrero in den USA getötet zu haben . Immer wieder beschießt das US-Militär auch Boote im Pazifik und in der Karibik und rechtfertigt die Angriffe damit , dass sie sich gegen »Drogenterroristen« richten, die unter anderem zu Tren de Aragua gehörten.
Trump hat die Bande als »eine der blutrünstigsten Terrororganisationen auf diesem Planeten« bezeichnet. Außenminister Marco Rubio nennt die Drogenschmuggler »Narco-Terroristen«, und Verteidigungsminister Hegseth sagte wiederholt, Drogen lateinamerikanischer Kartelle hätten mehr Menschen getötet als die islamistische Terrororganisation Al-Kaida.
Im Mai dieses Jahres stufte die US-Regierung auch zwei brasilianische Drogenbanden – Comando Vermelho (CV) und Primeiro Comando da Capital (PCC) – als Terrorgruppen ein. Brasiliens Regierung wehrte sich vergeblich gegen eine Neubewertung der kriminellen Organisationen. Diese seien nicht als Terrorgruppen einzustufen, weil sie nach brasilianischem Recht keine politischen oder ideologischen Ziele verfolgten.
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