Wehrmacht-Panzer mit Übergewicht: Der Tiger entschied Gefechte, aber keine Feldzüge
Mit seiner 88-Millimeter-Kanone wird der Tiger im Zweiten Weltkrieg zum Albtraum alliierter Panzerbesatzungen. Die NS-Propaganda stilisiert ihn zur unbesiegbaren Waffe. Doch der Kampfpanzer der Wehrmacht leidet unter Konstruktionsmängeln, ist aufwendig zu produzieren und es gibt zu wenige von ihm.
Der sowjetische T-34 ist einer der einflussreichsten Panzer des Zweiten Weltkriegs. Die meisten Legenden ranken sich aber um den deutschen Panzerkampfwagen VI Tiger. Er gilt als der gefürchtetste Panzer des Krieges. Das überrascht, denn die Entwicklungsgeschichte verlief mehr als holprig und sein Grunddesign kann man durchaus als zusammengewürfelt bezeichnen. Der Panzer vereinte starke Einzelkomponenten, die jedoch nie optimal aufeinander abgestimmt waren. Diese konstruktiven Kompromisse sollten den Tiger bis zum letzten Einsatztag verfolgen.
Den legendären Ruf verdankte der Tiger vor allem seiner Hauptwaffe: eine für den Panzereinbau adaptierte Flugabwehrkanone im 88-Millimeter-Kaliber. Gemeinsam mit der ausgezeichneten deutschen Zieloptik und den Richtmitteln des Tigers war die sogenannte Acht-Acht eine verheerende Waffe. Die Kanone konnte auf 2000 Meter und mehr nahezu jeden alliierten Panzer abschießen.
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