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Lange geplant, aber nicht gegen Schalke - Kölns Coach erklärt sein Abwehr-Experiment

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Lange geplant, aber nicht gegen Schalke - Kölns Coach erklärt sein Abwehr-Experiment

Köln – Damit hatte keiner gerechnet. Köln-Coach René Wagner (38) überraschte Fans, Experten und Gegner beim Flutlichtspiel am Freitag in Frankfurt erstmals in dieser Saison mit einer Fünfer-Abwehrkette. Der Plan ging lange auf. Am Ende blieb trotzdem der 0:1-Frust, das Gegentor nach 76 Minuten. Anschließend erklärte Wagner sein Abwehr-Experiment.

Die Wahrheit: Der System-Wechsel war lange geplant. „Die Idee mit der Fünferkette hatten wir schon lange. Es war lange für dieses Spiel geplant, weil es passte und wir davon ausgegangen sind, dass sie mit zwei Stürmern anlaufen. Es war keine Reaktion auf das Gladbach-Spiel oder auf irgendwelche anderen Themen“, stellt Wagner klar.

Genauso klar ist: In den kommenden Heimspielen gegen Schalke (24.10.) und Union Berlin (27.10./DFB-Pokal) wird die Fünferkette nicht wieder ausgepackt. „Wir wollten sie einfach als Alternative in unser Repertoire aufnehmen, weil wir glauben, dass es etwas gutes ist und wir dadurch gerade auswärts flexibler werden“, sagt Wagner.

Seine Idee aber schien lange zu funktionieren. Köln stand in Frankfurt mit drei Innenverteidigern (Schmied, Simpson-Pusey, Lochoshvili) deutlich tiefer und stabiler, ließ vor allem bis zur Pause keine wirkliche Eintracht-Chance zu und kam offensiv immer wieder zu den erhofften Konter-Möglichkeiten, wie in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als Said El Mala (20) plötzlich auf und davon war, am Ende aber zu ungenau abschloss. Genau da lag das Problem. Wagner: „Leider haben wir unsere Möglichkeiten nicht ruhig und genau genug ausgespielt.“

In Frankfurt wurde deshalb schnell klar: Gegen die Top-Gegner der Liga und die offensivstärksten Teams ist die Fünferkette ein probates Mittel, um die Wackel-Abwehr zu stärken. Fakt ist aber auch: Es darf nur gegen die Top-Gegner eingesetzt werden. Schließlich beraubt sich der FC durch den System-Wechsel seiner eigentlichen Stärken, die in dieser Saison klar in der Offensive liegen. Ein Top-Mann wie Mikey Moore (19) ist auf der Bank schlicht verschenkt und muss schon im nächsten Heimspiel gegen Schalke wieder in der Startelf stehen.

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