Kulturzentrum: Wie geht es mit dem Russischen Haus in Berlin weiter?
Russlands umstrittenes Kulturzentrum wird nicht sofort die Türen schließen - die Rechtslage ist anders.
Doch das aus Moskau entsandte Personal muss schnell packen.
Die Bundesregierung will das staatliche russische Kulturzentrum in Berlin, das Russische Haus, schließen.
Doch der Vertragslage nach wird die Arbeit erst Mitte 2027 auslaufen.
Mit der Schließung reagiert Deutschland auf den versuchten Sprengstoffanschlag mit Drohnen am Flughafen Leipzig/Halle von Anfang August.
Er wird russischen Geheimdiensten zugeschrieben.
Moskau weist den Vorwurf zurück und hat seinerseits die Schließung der drei deutschen Goethe-Institute in Russland angekündigt.
Grundlage der Arbeit dieser Kulturinstitute war ein deutsch-russisches Abkommen von 2011.
Dieses sah eine Kündigungsmöglichkeit zum Juli 2027 vor. „Diese Kündigung haben wir jetzt ausgesprochen“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.
Betrieben wird das Russische Haus in der Friedrichstraße von der staatlichen russischen Agentur für kulturelle Zusammenarbeit (Rossotrudnitschestwo).
Wegen des Ukraine-Krieges hat die EU die Agentur 2022 auf ihre Sanktionsliste gesetzt.
Entsandte Mitarbeiter müssen ausreisen Anfang September beendete das Russische Haus seine Sommerpause.
Es lädt auf seiner Website zu Filmvorführungen und Ausstellungen ein.
Neue Sprachkurse beginnen.
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