Naturschutz: Vandalismus in Sächsischer Schweiz belastet Natur und Kassen
Initialen und Graffiti an Felsen oder beschädigte Wegweiser: Die Beseitigung der Spuren von Vandalismus kostet in der Sächsischen Schweiz nicht nur Zeit, sondern auch Steuergeld.
Im Nationalpark Sächsische Schweiz werden immer wieder Spuren von Vandalismus sichtbar.
Besucher ritzen ihre Initialen in Felsen und Bäume, hinterlassen Graffiti oder manipulieren Wegweiser.
Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz rechnet jedes Jahr mit Kosten zwischen 20.000 und 25.000 Euro für die Beseitigung von Graffiti, Farbe und Aufklebern. „Aktuelle Beschädigungen mussten wir am Cottaer Spitzberg, Obelisk Lilienstein und am Großen Zschirnstein feststellen.
Was dort passiert ist, ist beispiellos“, sagte Jens Posthoff von der Stabsstelle der Verwaltung.
Eine genaue Statistik führe man nicht, weil die Schäden hinsichtlich materieller und ideeller Schwere unterschiedlich zu bewerten seien.
Graffiti oft nicht großflächig Posthoff zufolge handelt es sich bei den Beschädigungen an Felsen in erster Linie um Graffiti, in der Summe komme man jedes Jahr auf eine Fläche von etwa 50 Quadratmetern.
Die Tatorte lägen in der Regel weit auseinander.
Abgesehen von Einzelfällen seien die besprühten Flächen selten größer als 1,5 Quadratmeter. „Schnitzereien in Bäumen bilden die Ausnahme, an Bäumen haben wir lokale Häufungen von Sprühaktionen mit Schriftzügen oder Zeichen“, sagte Posthoff.
In der Hauptsache gehe es um Aufkleber und Botschaften aller Arten, die mit Markern auf den Wegweisern angebracht werden.
Die Beschädigungen gerade an den Wegweisern würden mit der Besucherzahl und der Altersgruppe in bestimmten Gebieten korrespondieren. „Von den aktuellen Beschädigungen im Sandstein und an Kulturdenkmalen abgesehen, bleibt das Entfernen von Graffiti überschaubar.
Voraussetzung ist, dass die Farbpigmente noch nicht allzu lange auf den Flächen verweilen“, betonte Posthoff.
Anders sei das bei Textmarkern und Aufklebern, deren Beseitigung koste viel Zeit und Mühe.
Nach mehrmaligem Reinigen der Wegweiser mit Lösungsmitteln müssten diese ersetzt werden.
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