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Wirbel um Podcast-Einladungen - Schulze sagt Interview mit Tilo Jung ab

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Wirbel um Podcast-Einladungen - Schulze sagt Interview mit Tilo Jung ab

Halle/Berlin – Sachsen-Anhalt-Ministerpräsident Sven Schulze hat nach BILD-Informationen das geplante Podcast-Interview mit dem umstrittenen YouTuber Tilo Jung (40) abgesagt. Noch am Freitag hatte der Videojournalist auf X angekündigt, dass der CDU-Spitzenkandidat bei seinem Format „Jung & Naiv“ zu Gast sein werde. Das Interview sollte am Montag live über YouTube ausgestrahlt werden.

Brisant: Mit der kurzfristigen Absage steht Schulze nun doch zu seinem Kurs, für den Wahlkampf gegen AfD -Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) sein Bundesland nicht zu verlassen. Denn zuletzt hatte der CDU-Politiker noch zugesagt, an einem Podcast außerhalb Sachsen-Anhalts teilzunehmen – Jungs Studio befindet sich in Berlin. Der Podcaster setzte am Sonntag auf X einen Post ab, dass er sich um einen Ersatztermin bemühen wolle.

Dabei hatte Schulze in der Debatte um einen Auftritt im Podcast „Ben ungeskriptet“ von Ben Berndt (42) noch eine klare Linie vertreten: Er wolle nicht für eine Podcast-Aufzeichnung außerhalb seines eigenen Bundeslandes reisen.

Berndt hatte Schulze gemeinsam mit Siegmund zu einem Duell nach Köln eingeladen. Schulze lehnte eine Aufnahme außerhalb Sachsen-Anhalts ab. Eine Verlegung der Aufzeichnung nach Sachsen-Anhalt kam für Berndt wiederum nicht infrage – er wollte das Gespräch in seinem Studio in Köln führen. Nun also auch kein Interview mit Jung, was ihm vermutlich auch nicht wirklich Punkte gebracht hätte.

Denn klar ist: Tilo Jung gilt vor allem wegen seines konfrontativen und hartnäckigen Interviewstils als unangenehmer und umstrittener Moderator. In seinem Format stellt er Politikern häufig sehr direkte Fragen und lässt ausweichende Antworten nicht ohne Weiteres stehen. Kritiker werfen ihm zudem eine politische Schlagseite und eine teilweise aktivistische Haltung vor. Besonders kontrovers wird seine wiederholte Kritik an Israel gesehen, wobei ihm Kritiker eine einseitige Perspektive vorwerfen. Insgesamt polarisiert Jung deutlich: Während Anhänger seine kompromisslose Gesprächsführung als unabhängigen Journalismus loben, sehen Kritiker darin politische Einseitigkeit und plumpe Provokation.

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