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Drogenkrieg eskaliert - 30 bewaffnete Männer ziehen durch Dorf! Ein Toter

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Drogenkrieg eskaliert - 30 bewaffnete Männer ziehen durch Dorf! Ein Toter

Overasselt (Niederlande) – Ein Toter, zwei verletzte Polizisten und Dutzende Festnahmen – im niederländischen Dorf Overasselt nahe der deutschen Grenze kam es am frühen Morgen zu einer Schießerei. Maskierte und schwer bewaffnete Männer zogen durch den Ort, die Polizei riegelte das Dorf stundenlang ab. Sogar die örtliche Grundschule blieb geschlossen.

An der Jagd nach den bewaffneten Männern waren auch Hubschrauber beteiligt. Nach Zeugenangaben versteckten sich einige in einem Maisfeld. Auf zwei Autobahnen in der Region stoppten die Beamten mutmaßliche Fluchtautos und nahmen mehrere Personen fest. Wie viele genau, wollte die Polizei mit Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht sagen.

Die Tageszeitung „De Telegraaf“ veröffentlichte Kameraaufnahmen, auf denen etwa 30 maskierte Personen mit Schusswaffen zu sehen sind. Dutzende junge Männer liefen demnach am frühen Morgen durch das Dorf. Einige trugen Gewehre. Die Schießerei ereignete sich gegen 4 Uhr.

Polizei und Rettungsdienste waren nach Angaben der Behörden schnell vor Ort. Wie die Polizisten verletzt wurden, ist unklar. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert und sind außer Lebensgefahr.

Nach Medienberichten handelt es sich um einen Konflikt in einer Drogenbande. Der Mann, auf dessen Haus geschossen wurde, soll verbunden sein mit der Bande des Kokainhändlers Jos Leijdekkers , genannt „Bolle Jos“. Er ist einer der berüchtigtsten Drogenhändler des Landes und steht seit Jahren auf den internationalen Fahndungslisten.

Das Haus in dem Dorf war bereits im vergangenen Jahr Ziel eines Anschlags. Damals hatte ein 21-Jähriger mit einer Kalaschnikow auf das Eingangstor gefeuert. Es sollte eine Warnung sein, sagte er später vor Gericht. Den Namen seines Auftraggebers nannte er nicht.

Guy Weski, der Anwalt des flüchtigen Mocro-Mafia-Bosses Jos Leijdekkers , äußerte sich nicht über eine mögliche Verbindung zu seinem Mandanten. Leijdekkers' Bruder wurde heute vor einem Rotterdamer Gericht angehört. Der Anwalt zu „De Telegraaf“: „Ich weiß nichts davon.“

Bei dem Toten soll es sich nach Medienberichten um einen Personenschützer handeln, den die Bewohner des Hauses nach dem Anschlag angestellt hatten. Bürger und Politiker reagierten entsetzt auf das Ausmaß der Gewalt. Polizeichefin Janny Knol spricht in einem Post auf X von „beispielloser Gewalt“. Die Beamten seien nicht in Lebensgefahr, so Knol. „Diese Gewalt tolerieren wir nicht“, sagte Justizminister David van Weel. Bürgermeister Joerie Mindes: „Ich bin zutiefst schockiert. Was heute Nacht in Overasselt passiert ist, ist völlig inakzeptabel und überschreitet alle Grenzen.“

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