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Zwei mussten ins Krankenhaus - AfD-Politiker bei Reizstoff-Attacke verletzt

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Zwei mussten ins Krankenhaus - AfD-Politiker bei Reizstoff-Attacke verletzt

Bad Kreuznach – Attacke mit einer ätzenden Flüssigkeit auf einen AfD-Stand in der rheinland-pfälzischen Stadt Bad Kreuznach. Mindestens neun Menschen wurden am Mittwochnachmittag verletzt, darunter AfD-Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier (36), AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst (56) und zwei rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete. Zwei Politiker mussten vorsorglich ins Krankenhaus.

Nach ersten Ermittlungen wurde die stark reizende Flüssigkeit aus einem angrenzenden Gebäude auf den Stand und die Besucher geschüttet. Vom Schirm des Standes spritzte die Flüssigkeit auf Politiker und Besucher, mehrere erlitten leichte Hautreizungen. Münzenmaier hat auch am Tag danach noch Hautrötungen/-reizungen im Nacken, wie ein AfD-Sprecher BILD berichtet.

AfD -Bundestagsabgeordnete Höchst erhebt schwere Vorwürfe: „Aus einem Labor an der Roßstraße Ecke Mannheimer Straße wurde konzentriertes Chlorphenol (Desinfektionsmittel) aus dem Fenster auf den Stand und die anwesenden Personen gekippt“, schreibt sie auf X. Sie spricht von einem „feigen Angriff“. Chlorphenol gilt als gesundheitsschädlich, giftig und schädlich für Wasserorganismen. Er wird leicht über die Haut aufgenommen.

Münzenmaier sagt zu BILD: „Die Attacke auf meine Mitstreiter und mich zeigt: Unsere Gegner sind argumentativ völlig blank. Wer glaubt, uns mit Chemikalien statt Argumenten bekämpfen zu müssen, hat den politischen Wettstreit bereits verloren. Den Tätern sage ich: Wir lassen uns von solchen Methoden nicht einschüchtern.“

Wegen der geringen Menge der Flüssigkeit seien nach aktuellem Kenntnisstand keine schweren Verletzungen zu erwarten, teilte die Polizei weiter mit. Ob es sich um Chlorphenol oder eine andere Flüssigkeit handelt, wird noch untersucht, sagte ein Polizeisprecher.

Nach dem Vorfall im Bereich der Brückenhäuser rückte ein Großaufgebot an Polizei , Feuerwehr und Rettungsdienst an. Ein Tatverdächtiger wurde noch vor Ort gestellt und soll die nächsten Tage befragt werden. Die politischen Hintergründe für die Attacke und ob es noch weitere Täter gibt, wird derzeit untersucht.

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