Ukraine: Eine Liebesgeschichte mitten im Krieg – die guten News der Woche
Eigentlich wollte ein SPIEGEL-Team im ostukrainischen Isjum, direkt hinter der Front, eine Wirtschaftsgeschichte recherchieren. Doch dann trafen die Kollegen zufällig auf Witalij Papirnyj und Lilija Dschemiljewa. So entstand: eine Liebesgeschichte.
Papirnyj und Dschemiljewa mussten wegen Russlands Angriffskriegs ihr Zuhause weiter im Osten der Ukraine verlassen. Dann trafen sie einander. Es heißt, im Krieg und in der Liebe gebe es keine Regeln. Zufälle jedoch, die gibt es. Das schreibt unser Kollege Georg Fahrion in seinem Text über die Geschichte.
In Isjum sind Papirnyj und Dschemiljewa seit weniger als einem Jahr. Und betreiben gemeinsam zwei Take-away-Restaurants, einen Pizzadienst, einen Foodtruck sowie eine Wäscherei. Arbeit für 23 Menschen. Ein Restaurant soll folgen. Und sie liefern, was die Soldaten wünschen, heißt es in Georgs Text weiter. Denn: Die ukrainische Armee nutzt die frontnahe Stadt als Drehkreuz. Zwischen Einsätzen ruhen sich Soldaten hier aus.
Isjum sei dieser Tage ein Ort der Zerstörung, wo sich die Lage eigentlich Tag für Tag nur verschlechtert. Das schreibt uns Georg. Umso mehr habe es ihn berührt, dort auf eine Geschichte des Neuanfangs zu stoßen. »Lilija und Witalij bauen mitten im Elend etwas Neues auf, ein Business, eine Liebe«, so Georg. »Das Leben muss halt weitergehen, auch im Krieg, diese Haltung scheint mir charakteristisch für viele Ukrainerinnen und Ukrainer zu sein.«
Und die beiden haben es nicht übers Herz gebracht, die Ostukraine zu verlassen. »Wir sind Dörfler, wir sind in unserem Land verwurzelt«, sagt Papirnyj. Es mache keinen Sinn, zu viel zu grübeln, sagt er. Schließlich könne jederzeit etwas passieren.
Den Text unseres Kollegen empfehlen wir Ihnen sehr: Der Krieg hat sie aus der Heimat vertrieben – und zusammengebracht. Hier die ganze Geschichte .
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