Neues Abkommen in Sicht?: Trump: Sprechen mit China und Russland über atomare Abrüstung
Die USA streben nach dem Auslaufen des New-Start-Vertrags ein neues, multilaterales Atomabkommen an. China lehnt eine Beteiligung bislang ab, weil sein Arsenal deutlich kleiner ist. Trump warnt jedoch, Peking könne binnen fünf Jahren zu den USA aufschließen.
Die USA führen nach den Worten von Präsident Donald Trump Gespräche mit Russland und China über eine atomare Abrüstung der Länder mit den größten Atomwaffenarsenalen. "Die ganze Angelegenheit ist bedauerlich, denn ich würde gerne atomar abrüsten, wenn möglich. Aber wir sprechen tatsächlich mit Russland und China über eine solche Abrüstung", sagte Trump dem US-Fernsehsender Newsmax. Dem Bericht zufolge hat Trump auch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über das Thema gesprochen. Der Präsident erwarte, dass China im Bereich Atomwaffen in den nächsten fünf Jahren zu den USA aufschließen werde.
Russland verfügt nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI über die meisten gelagerten Atomsprengköpfe, gefolgt von den USA und China. Bei der Zahl der einsatzbereiten Sprengköpfe liegen die USA jedoch vor Russland. Das bilaterale New-Start-Abkommen zwischen den USA und Russland zur Begrenzung strategischer Atomwaffen war im Februar 2026 ausgelaufen. Der 2010 unterzeichnete Vertrag war von Ex-Präsident Joe Biden und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin um fünf Jahre verlängert worden.
Nach Angaben von Insidern aus dem US-Außenministerium im Februar bemühen sich die USA jedoch um ein neues, multilaterales Atomabkommen. Washington dringt darauf, das Nachfolgeabkommen auf China auszuweiten. Peking hatte dies bisher jedoch mit der Begründung abgelehnt, die Volksrepublik verfüge über deutlich weniger Sprengköpfe als die beiden großen Atommächte.
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