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Bayer-Star im SPORT BILD-Interview - Maza: „Mit uns kann etwas Großes passieren!“

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Bayer-Star im SPORT BILD-Interview - Maza: „Mit uns kann etwas Großes passieren!“

Leverkusen – Im Interview mit SPORT BILD spricht Offensiv-Juwel Ibrahim Maza (20) über seinen Senkrechtstart in Leverkusen, die WM mit Algerien und den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp.

SPORT BILD: Herr Maza, Sie wurden in Ihrer ersten Leverkusen -Saison von den Fans zum Spieler der Saison gewählt. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Maza: „Dass ich gewählt wurde, ist sehr schön – dafür bin ich dankbar. Aber ich hätte lieber darauf verzichtet, wenn wir stattdessen unsere Ziele als Mannschaft erreicht hätten. In die Champions League einzuziehen, das ist in dieser Saison zu 100 Prozent unser Ansporn.“

Sie kamen aus der 2. Liga von Hertha BSC und wurden auf Anhieb Stammspieler in der Bundesliga . Sie spielten plötzlich in der Champions League und dann mit Algerien beim Afrika-Cup und der WM. Wie würden Sie das vergangene Jahr beschreiben?

Maza: „Verrückt und wild, von allem etwas. Ich habe viele Spielminuten bekommen – es war ein wunderschönes Jahr für meine Entwicklung.“

Wie war die WM für Sie? Sie standen in allen vier Partien von Algerien in der Startelf.

Maza: „Eine WM ist das größte Turnier der Welt. Überhaupt dabei sein zu dürfen und dann noch vier Spiele zu spielen, war etwas Unglaubliches. Das vergisst man nie im Leben.“

Im ersten Spiel unterlag Algerien 0:3 gegen Argentinien. Lionel Messi erzielte alle Tore. Wie haben Sie Messi erlebt?

Maza: „Es war verrückt, weil ich immer davon geträumt habe, einmal gegen Messi und Cristiano Ronaldo zu spielen. Mit einem von ihnen hat es schon mal geklappt. Das als junger Spieler erleben zu dürfen, war eine Ehre. Das hat mich aber während des Spiels nicht daran gehindert, alles zu geben. Ich habe mein Ding gemacht, eine Torvorlage in den ersten Minuten wäre beinahe drin gewesen. Dass es am Ende für unsere Mannschaft nicht gereicht hat, kann gegen den Titelverteidiger und späteren Vizeweltmeister Argentinien sicherlich mal passieren.“

Messi fiel nicht nur wegen seiner Tore, sondern auch wegen eines rüden Fouls gegen Algeriens Kapitän Aïssa Mandi auf. Hätte er dafür Rot sehen müssen?

Maza: „Ich stand auf dem Platz sehr weit weg und hatte die Szene, wie viele meiner Mitspieler, nicht richtig gesehen. Bis auf Aïssa hatte deshalb auch keiner wirklich protestiert. Vielleicht hat Messi da auch ein bisschen Glück gehabt. Aber der Schiedsrichter hat so entschieden – abgehakt.“

Maza: „Manchmal ist es auch schön, wenn man mal ein bisschen im Vordergrund steht. Das motiviert natürlich. Manche können damit vielleicht nicht so gut umgehen und verlieren möglicherweise die Bodenhaftung. Aber ich versuche, diese besondere Zuneigung richtig einzuschätzen und keine falschen Schlüsse daraus zu ziehen. Ich will einfach ganz vernünftig mein Ding machen.“

Sie haben bis zur U20 für den DFB gespielt und sich dann für Algerien, das Heimatland Ihres Vaters, entschieden. Jetzt ist Jürgen Klopp Bundestrainer. Hätten Sie gerne unter ihm gespielt?

Maza: „Meine Entscheidung habe ich nie bereut. Ich bin froh, für Algerien spielen zu dürfen. Das ist eine Ehre. Ich liebe das Land. Aber Deutschland liebe ich natürlich auch.

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