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Nepal: Fast 400 Touristen nach Sturzflut vermisst

ZDFheute ·
Nepal: Fast 400 Touristen nach Sturzflut vermisst

Nach einer Sturzflut in Nepal werden den Behörden zufolge Hunderte Reisende vermisst, darunter mehr als 290 Ausländer. Mindestens 160 Menschen sind ums Leben gekommen.

Die Zahl der Todesopfer nach der heftigen Sturzflut in einer Gebirgsregion von Nepal ist auf mindestens 157 gestiegen. Das teilte die Polizei des Landes auf der Plattform X mit. Zusammen mit von den chinesischen Behörden gemeldeten drei Toten in Tibet kamen damit mindestens 160 Menschen infolge des Unwetters ums Leben. Aus Polizeikreisen hieß es, es werde befürchtet, die Zahl der Vermissten könnte in die Tausende gehen.

Mehrere hundert Menschen wurden in Nepal noch vermisst, darunter auch zahlreiche Ausländer. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es habe derzeit "keine Kenntnis von deutschen Staatsangehörigen unter den Betroffenen".

Dem Auswärtigen Amt in Berlin lagen allerdings zunächst keine Erkenntnisse über betroffene Deutsche vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Kathmandu stünden mit den örtlichen Behörden "im engen Kontakt", verlautete es gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Ganze Dörfer wurden weggespült und Straßen, Brücken sowie Kraftwerke beschädigt, wie die Behörden weiter mitteilten. Es werde noch eine Zeit lang dauern, bis genauere Daten zu Vermissten und zum Ausmaß der Schäden vorlägen.

Nach Berichten der Zeitung "The Kathmandu Post" und anderer nepalesischer Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen große Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt.

Nepals Regierungschef Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee und weiterer Sicherheitskräfte für die Rettungsmaßnahmen an. Die Behörden gaben für die flussabwärts gelegenen Gebiete in dem Himalaya-Staat eine Katastrophenwarnung heraus. Unklar war zunächst, was die Sturzflut ausgelöst hat.

Nicht ausgeschlossen wurde, dass ein sogenannter Gletscherseeausbruch dazu geführt haben könnte. Dabei entleert sich plötzlich ein Gletschersee in Form von Flutwellen.

Nepals Außenminister Shisir Khanal erklärte unterdessen vor dem Parlament, erste Berichte deuteten darauf hin, dass ein Beben eine Lawine ausgelöst haben könnte.

"Es gibt ein Ereignis, das seismologisch aufgezeichnet ist", erklärt Geomorphologe Niels Hovius vom GFZ Helmholtz-Zentrum dazu im Gespräch mit ZDFheute live. Das sei aber "nicht unbedingt ein Erdbeben". Es könne auch sein, dass "an der Oberfläche ein Massentransport stattgefunden hat, mit einer Größe, die vergleichbar ist mit einem Erdbeben Größe 4,4", erklärt Hovius: "Massenbewegungen, Eisbewegungen an der Oberfläche sind wahrscheinlich in unserer ersten Wahrnehmung verantwortlich für diese Sturzflut."

Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von Befürchtungen über zahlreiche Opfer und Vermisste am Grenzübergang im Kreis Gyirong im Südwesten der Region Tibet. Genauere Angaben lagen nicht vor.

Die Schlammlawine habe die Straßen zu dem Grenzübergang sowie die Stromzufuhr und Kommunikationsverbindungen abgeschnitten, berichtete Xinhua.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

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