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Kultur

Berichte über mögliche Täter: Leipziger Sprengstoffdrohne: Rom prüft Infos zu Verdächtigem

Stern ·
Berichte über mögliche Täter: Leipziger Sprengstoffdrohne: Rom prüft Infos zu Verdächtigem

Italien will prüfen, ob ein möglicher Verdächtiger im Fall der Leipziger Sprengstoffdrohne mit einem Touristenvisum in die EU eingereist ist.

Auf EU-Ebene kocht eine brisante Diskussion wieder hoch.

Italien will Informationen prüfen, nach denen ein möglicher Beteiligter an dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch auf dem Flughafen Leipzig/Halle mit einem von Italien ausgestellten Touristenvisum in die EU eingereist sein soll.

Der italienische Außenminister Antonio Tajani sagte am Rande eines EU-Treffens in Irland, es werde nun alle notwendigen Untersuchungen geben.

Grundsätzlich gelte, dass es ein Verfahren für die Erteilung von Visa gebe und dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssten.

Wenn die betreffenden Personen diese Voraussetzungen erfüllten und zu ihnen keine Warnmeldung vorliege, werde das Visum erteilt.

Zuvor hatten NDR , WDR und „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, dass es Ermittlern des Bundeskriminalamtes (BKA) inzwischen gelungen sei, Tatverdächtige zu identifizieren.

Die „Zeit“ berichtete, es werde gegen zwei Beschuldigte ermittelt.

Nach Recherchen von NDR, WDR und „SZ“ soll einer von ihnen mit einem italienischen Touristenvisum in den Schengenraum eingereist sein.

Das Dokument sei nach Erkenntnissen der Behörden Ende April an einer italienischen Auslandsvertretung in Minsk in Belarus ausgestellt worden.

Diskussion über Visa-Regeln Bei dem EU -Außenministertreffen in Irland sorgten die Berichte für neue Diskussionen über eine mögliche Verschärfung von Visa-Regeln.

Wenn es stimmen sollte, dass einer der Verdächtigen mit einem italienischen Touristenvisum in die EU gereist sei, dann zeige dies sehr deutlich, dass der EU mit Hilfe von Visa Schaden zugefügt werden könne, sagte EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas.

Viele Mitgliedstaaten hätten bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass solche Touristenvisa für Sabotageakte genutzt würden, weil die Täter in die Europäische Union gelangen müssten.

Sie hoffe, dass es im Fall einer Bestätigung der Informationen eine Verschärfung der derzeitigen Visabeschränkungen geben könne. „Denn hier geht es tatsächlich auch um unsere eigene Sicherheit“, sagte sie.

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