Aufstiegsheld droht die Bank - Dieser Schalker muss um seinen Platz kämpfen
Gelsenkirchen – Wird diesem Schalker die Flexibilität zum Verhängnis? Dejan Ljubicic (28) kam im Winter von Zagreb und hatte mit vier Treffern und drei Assists einen großen Anteil am Aufstieg des Traditionsriesen. Bemerkenswert: In seinen 15 Rückrundenspielen kassierte Königsblau lediglich zwei Pleiten. Da der WM‑Fahrer auf mehreren Positionen spielen kann, ist er für Trainer Miron Muslic (43) eine Waffe. Trotzdem droht dem Ösi die Bank.
Ljubicic stieg verspätet in die Vorbereitung ein, da er nach der Weltmeisterschaft länger Urlaub machen durfte. Weil er flexibel ist und Alternativen fehlten, spielte der Ex-Kölner in den Testspielen immer auf der rechten Schiene. Gegen Bergamo (0:3) ersetzte er zur Pause Neuzugang Dina Ebimbe (25). Gegen Madrid (0:3) startete er wieder über die rechte Außenbahn, da Ebimbe angeschlagen fehlte.
Doch die folgenden Muslic-Sätze lassen aufhorchen. Der Trainer auf die Frage, was zum Saisonstart noch fehlt: „Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Jetzt fehlen noch Kenan Karaman, Robin Gosens, Dina Ebimbe und Edin Dzeko, dass wir die Jungs näher heranbringen.“ Fakt ist: Gerade Karaman und Ebimbe sind große Ljubicic-Konkurrenten. Sind beide fit, dürften der Kapitän auf der Zehn und der Ex-Frankfurter auf der rechten Schiene gesetzt sein.
Und auch im zentralen Mittelfeld ist die Situation verzwickt. Soufiane El-Faouzi (24) ist unangefochtener Stammspieler. Neben ihm streiten sich Ron Schallenberg (27) und Neuzugang Satoshi Tanaka (23) um den Startplatz. Und zur Wahrheit gehört auch: Dank seiner Vielseitigkeit ist Ljubicic ein optimaler Ergänzungsspieler. Denn Muslic hat durch ihn gleich mehrere Positionen, die mit hoher Qualität abgedeckt sind. Und wenn die Konkurrenz verletzt ausfällt, kann er die Lücke bedenkenlos auffüllen. So oder so: Ljubicic wird in der kommenden Saison um seinen Stammplatz richtig kämpfen müssen.
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