Medienbericht - Vorstand beschließt das Aus für vier VW-Werke!
Wolfsburg – Eine Woche lang sind die VW-Manager zu acht Betriebsversammlungen in deutschen Werken gereist, um die Belegschaft über die Sparpläne zu informieren. Konkrete Antworten zu Jobabbau und Fabrikschließungen gab es nicht. Jetzt schafft der Vorstand offenbar doch Tatsachen: Einstimmig soll er das Aus von vier Standorten beschlossen haben!
Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, soll die Produktion in den Volkswagen -Werken Emden und Zwickau 2031 eingestellt werden, 2032 bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover, 2034 am Audi-Standort Neckarsulm. Dem Magazin zufolge kann der Vorstand das „Leerlaufen von Werken“ am Aufsichtsrat vorbei umsetzen. Das Kontrollgremium hat die Sparpläne am kommenden Freitag auf der Tagesordnung. Im Juli hatte Konzernchef Oliver Blume (58) im Aufsichtsrat keine Mehrheit gefunden.
Ein Dokument zu der Vorstandsentscheidung will Blume dem Bericht zufolge am Freitag vorlegen. Die bestehenden Geschäftsmodelle und Strukturen reichten nicht mehr aus, „um die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität des Volkswagen-Konzerns langfristig sicherzustellen“, zitiert die „Wirtschaftswoche“ aus dem Papier, das den Titel „Bericht zum Konzeptbeschluss Aufsichtsrat 3./4. September 2026“ trage.
Volkswagen wollte sich auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP hin nicht äußern. Ein Sprecher des Konzerns bat um Verständnis, „dass wir interne Unterlagen nicht kommentieren“. „Diese werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess greifen wir nicht vor.“
Finanzvorstand Arno Antlitz (56) sprach am Montag in Hannover zu den Beschäftigten. „Aufgrund der großen Kostenunterschiede zu anderen europäischen Werken haben wir – aus heutiger Sicht – für vier deutsche Standorte keine wirtschaftliche Nachbelegung, wenn die aktuellen Produkte Anfang der 30er Jahre auslaufen.“ Weiterhin betonte er, die Verantwortung des Vorstands ende nicht, sollte es keine neuen Modelle für ein Werk geben: „Im Gegenteil: Dann geht es darum, neue Perspektiven für Beschäftigung und Zukunftsperspektiven für den Standort zu schaffen.“
VW-Betriebsrat und IG Metall kündigten erheblichen Widerstand gegen Werksschließungen an. „Ich kann nur warnen: Wenn der Vorstand diese Vereinbarung heute wieder infrage stellen will, dann wird der Werkboden an allen Standorten brennen – das sage ich euch! Wir werden uns mit aller Macht dagegenstellen“, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger (57).
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