Pflege-Knall! - Kosten für Sozialhilfe steigen immer weiter
Wiesbaden – Die Rechnung für die Sozialhilfe wird für den Steuerzahler immer teurer! Im vergangenen Jahr gaben die Sozialhilfeträger netto 21,5 Milliarden Euro aus. Das sind sechs Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Die Zahlen veröffentlichte jetzt das Statistische Bundesamt.
Zur Sozialhilfe gehören unter anderem die Grundsicherung im Alter, Hilfen für Menschen mit Erwerbsminderung oder Unterstützung für Pflegebedürftige. Mit knapp 12 Milliarden Euro blieb die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung der größte Ausgabenblock. Mehr als jeder zweite Euro der Sozialhilfe floss in diesen Bereich. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Kosten um knapp drei Prozent.
Besonders stark legten allerdings die Ausgaben für die Hilfe zur Pflege zu. Hier musste der Steuerzahler sechs Milliarden Euro stemmen, ein Plus von 13 Prozent binnen eines Jahres. Damit entfällt inzwischen mehr als ein Viertel der gesamten Sozialhilfe-Ausgaben auf diesen Bereich. Für die sogenannte Hilfe zum Lebensunterhalt wurden 2025 rund 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das entspricht einem Anstieg um 4,4 Prozent. Weitere zwei Milliarden Euro flossen in andere Unterstützungsleistungen, etwa für Menschen in besonderen sozialen Notlagen. Auch hier stiegen die Kosten weiter an, um knapp sieben Prozent.
Ende 2024 bezogen laut dem Statistischen Bundesamt rund 7,3 Millionen Menschen entsprechende Leistungen – neun Prozent der Bevölkerung. Gleichzeitig erhielten knapp 1,3 Millionen Menschen Grundsicherung im Alter oder wegen Erwerbsminderung. Auffällig: Die Zahl der ukrainischen Leistungsbezieher stieg leicht auf rund 855.000 Menschen, während die Zahl der Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz um gut zehn Prozent zurückging. Gut fünf Millionen Menschen bezogen im ersten Quartal 2026 Bürgergeld.
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