Rasante Ausbreitung: Asiatische Hornisse - reichen Maßnahmen zur Eindämmung aus?
Mit Dampf und Aktivkohle gegen Asiatische Hornissen: Warum die Entfernung von riesigen Nestern teuer ist und viele Hobby-Imker trotzdem nicht aufgeben.
Wer zahlt am Ende die Rechnung? Die Asiatische Hornisse breitet sich unaufhaltsam weiter aus und es werden im Südwesten rekordverdächtig viele Nester gesichtet.
Das Tier in Schach zu halten, ist gar nicht so einfach - laut der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) wurden alleine seit dem Frühjahr bis Ende August bereits mehr als 2.000 sogenannte Gründungs- oder Primärnester gemeldet.
Das sind weit mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Zwischen Januar und August 2025 wurden nur etwas mehr als 900 Nester gemeldet.
Im gesamten vergangenen Jahr waren es insgesamt mehr als 3.300.
Zwar sind die gestiegenen Meldezahlen im Frühjahr und Sommer nicht nur auf eine stärkere Ausbreitung zurückzuführen, schränkte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums ein.
Sie könnten auch ein Zeichen für die wachsende Bekanntheit der invasiven Art sowie eine höhere Meldebereitschaft und Aufmerksamkeit in der Bevölkerung sein.
Die Ausbreitung der inzwischen als etabliert geltenden Asiatischen Hornisse nehme aber zu.
Hochsaison für Riesennester Nun beginnt für dieses Jahr auch noch die Hochsaison für sogenannte Sekundärnester, die vor allem ab Herbst entstehen, wenn die Primärnester zu klein werden und die Asiatischen Hornissen in größere Behausungen umziehen.
Sekundärnester sind besonders aufwendig zu entfernen: Nach Angaben der Landesanstalt für Bienenkunde können sie bis zu einem Meter Durchmesser haben und rund 2.000 Tiere beherbergen.
Orientiert man sich an Erfahrungen vorangegangener Jahre, könnten den Angaben zufolge bis Jahresende noch bis zu 2.000 dieser großen Sekundärnester-Meldungen dazukommen.
Während das Landwirtschaftsministerium für die leichter zu beseitigenden Gründungsnester rund 60 Euro an Förderung zahlt, lobt es für die Entfernung von Sekundärnestern 200 Euro pro Nest aus. „Reicht hinten und vorne nicht“ „Ich würde sagen, das reicht hinten und vorne nicht“, sagte dazu Nabu -Artenschutzreferent Martin Klatt.
Diese Nester befänden sich üblicherweise in großer Höhe und seien oft nur mit Hilfe eines in der Regel teuren Hubsteigers zu erreichen.
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