Bundesliga-Auftakt: „Erst mal kneifen“: Wie Elversberg den Superstart feiert
Elversberg spielt an einem historischen Tag für das Fußball-Saarland gegen Leverkusen groß auf.
Die Bayern, sagt Trainer Vincent Wagner, müssen aber in zwei Wochen nicht zittern.
Von der Heimtribüne schallte ein vielstimmiges „Oh, wie ist das schön“, aber viele Fans der SV Elversberg blickten nach dem Schlusspfiff eines denkwürdigen Fußballspiels einfach nur staunend und stolz auf ihre Spieler. „Ich glaube, ich muss mich mal kneifen“, sagte Kapitän Lukas Pinckert wenig später. „Phänomenal“ sei diese Bundesliga-Premiere des saarländischen Neulings.
Da hätte wohl niemand der 9.307 Zuschauer in der Stadion-Baustelle an der Kaiserlinde widersprochen.
Beim 3:2 (2:0)-Sieg gegen Bayer Leverkusen gelang dem Dorfclub aus der 13.000-Einwohner-Gemeinde ohne Bahnhof ein Traumstart in jeglicher Hinsicht: Lukas Petkov (8.
Minute) und Cole Campbell (9.) schockten mit ihren Toren den Doublegewinner von 2024.
David Mokwa legte keine 30 Sekunden nach Wiederanpfiff das 3:0 nach. „Gestartet wie ein Feuerwerk“ Bis dahin hatten die Elversberger Bayer zeitweise schwindelig gespielt.
Patrik Schick (77.) und Christian Kofane (90.+1) ließen mit ihren späten Treffern die Hausherren am Ende noch zittern. „Wir sind gestartet wie so ein Feuerwerk.
Die erste Halbzeit haben wir überragend gespielt und uns die Tore verdient.
Wir hätten sogar noch das eine oder andere mehr schießen können“, sagte Torwart Nicolas Kristof. „Ich glaube, die Fans gehen heute mit einem Strahlen nach Hause.
Das freut mich am meisten, dass wir einfach die Menschen glücklich machen konnten.“ „Wir stehen dafür, Fußball zu spielen“ Vor gut vier Jahren feierte „Die Elv“ noch die Meisterschaft in der Regionalliga, jetzt zeigte sie ihre Spielstärke der ganzen Republik.
Für Insider kam das nur bedingt überraschend: Trotz gewaltiger Umbrüche hat die Mannschaft unter Trainer Vincent Wagner in der zweiten Liga famos gespielt. „Das ist unsere DNA: Wir stehen dafür, Fußball zu spielen.
Warum sollten wir was anderes machen, was uns nicht so liegt?“, fragte Angreifer Luca Schnellbacher, der seit 2020 in Elversberg ist und den wundersamen Aufstieg mitgestaltet hat. „Es war sehr anstrengend.
Ich bin sehr glücklich darüber, Bundesliga spielen zu dürfen.
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