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Zwei Tote, ein Dutzend Vermisste - Schwere Sturzflut im Grand Canyon

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Zwei Tote, ein Dutzend Vermisste - Schwere Sturzflut im Grand Canyon

Wetter-Katastrophe in den USA! Nach einer Sturzflut im Grand Canyon im Bundesstaat Arizona werden am Sonntag mehr als ein Dutzend Menschen vermisst, ein 46 Jahre alter Mann ist gestorben, am Montag wurde ein weitere Toter geborgen. Die plötzliche Flut kam am Samstag um 14.30 Uhr im Gebiet der Unterkunft Phantom Ranch, wie der National Park Service (NPS) mitteilte. Die Wassermassen rissen demnach große Felsbrocken, Metallteile und andere Trümmer in den Colorado River, der durch den Canyon fließt. Das Gebiet rund um die Phantom Ranch wurde verwüstet und mit Schlamm bedeckt, wie Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken zeigen.

Die Sturzflut beschädigte auch die einzige Wasserleitung, die Touristen und Bewohner des Nationalparks mit Wasser versorgt, teilte der NPS mit. Zudem wurden fast alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek zerstört. 62 Menschen mussten bisher evakuiert werden. Weitere Evakuierungen seien geplant, hieß es vom NPS.

Die Behörde bat in einem aktualisierten Aufruf auf ihrer Homepage um Informationen zu etwa 15 Menschen, von denen seit der Flut jede Spur fehle. Zuvor war von mehr als 20 Vermissten die Rede.

Wie die New York Times berichtet, waren am Sonntagmorgen auch Suchhubschrauber im Einsatz. Dabei wurde allerdings keine vermisste Person gefunden, hieß es.

Die Überschwemmung ereignete sich auf der Nordseite des Grand Canyon, wo der Bright Angel Creek vom North Rim hinunter zum Colorado River fließt und dabei rund 1828 Meter an Höhe verliert.

Bei Touristen beliebte Anlaufstellen wie der Bright Angel Campground oder die Phantom Ranch blieben am Sonntag geschlossen. Auch Rafting-Touren auf dem Colorado River wurden vorerst eingestellt. Ab Montag können Touristen nicht mehr in Lodges und Hotels innerhalb des Nationalparks übernachten.

Im betroffenen Gebiet sind bis einschließlich Montag weitere Regenfälle und Gewitter nicht ausgeschlossen. Der NPS warnt daher vor „weiteren Sturzfluten“ oder auch Steinschlag auf den Wanderwegen.

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