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Kultur

London, 9. Oktober 1986: 40 Jahre Webbers „Phantom der Oper“: Wie toxisch ist das?

Stern ·
London, 9. Oktober 1986: 40 Jahre Webbers „Phantom der Oper“: Wie toxisch ist das?

Anlässlich des Jubiläums und der kommenden Deutschlandpremiere der Mackintosh-Neuinszenierung in Köln scheint es an der Zeit, dieses Werk zu beleuchten.

Ist es bloß ein verklärendes Stalker-Musical? Es spielt in Paris, aber die Premiere war in London : Die Rede ist vom populären Musical „Das Phantom der Oper“, das berühmt ist für seine Ohrwürmer und das Bühnenbild mit dem schweren Kronleuchter-Absturz.

Vor 40 Jahren (9.10.1986) fand die Uraufführung des Stücks von Andrew Lloyd Webber statt (Buch: Webber zusammen mit Richard Stilgoe). „The Phantom of the Opera“ gehört, was Einnahmen und Zuschauerinnen und Zuschauer weltweit angeht, zu den erfolgreichsten Musicals überhaupt (neben etwa „Les Misérables“, „The Lion King“ (also Disneys „Der König der Löwen“), „Wicked“, „Cats“, „Mamma Mia!“.

Zeit für Wissenswertes über das berühmte Musical, das noch in diesem Jahr in einer Neuproduktion nach Deutschland zurückkehrt (ab November in Köln ).

Worum dreht sich „Das Phantom der Oper “? Ein entstellter und maskierter Mann (das Phantom) lebt in den unheimlichen Katakomben der Pariser Oper.

Er verliebt sich in die junge Chorsängerin Christine und verhilft ihr durch Einschüchterung des Opernpersonals und geheimnisvolle Gesangsstunden zum großen Erfolg.

Als Christine jedoch lieber mit ihrem Jugendfreund Vicomte Raoul de Chagny zusammen ist, wird das Phantom eifersüchtig und veranstaltet einen dramatischen Psycho-Krimi.

Von wem stammt der Stoff? Vorlage für das Musical ist der als Fortsetzungsgeschichte 1909/10 erschienene Schauerroman „Le Fantôme de l'Opéra“ von Gaston Leroux.

Der französische Schriftsteller verdichtete Geistergeschichten rund um das 1875 eröffnete, nach seinem Architekten Charles Garnier benannte Pariser Opernhaus Palais Garnier.

Gibt es einen realen Hintergrund? Realer Hintergrund des Romans sollen rätselhafte Geräusche aus dem Untergrund der Garnier-Oper in den ersten Jahren ihres Bestehens sein.

Im Mai 1896 starb zudem eine Concierge durch einen herabstürzenden Kronleuchter.

Ereignisse wie diese sowie der labyrinthartige Keller des Riesengebäudes führten zu Schauergeschichten.

Unter der Oper befindet sich in der Tat ein Gewässer, das das Phantom in der Geschichte mit einer Barke befährt.

Welche Songs aus dem Musical kennt man? Bekannte Songs aus dem Musical, das etwa zweieinhalb Stunden inklusive einer Pause dauert, sind insbesondere das düstere Duett-Titellied „Das Phantom der Oper“ mit dem markanten Orgel-Intro oder „The Music of the Night“ (auf Deutsch: „Die Musik der Dunkelheit/Nacht“).

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