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Politik

Gefährliche Friedensmission: Zwei UN-Blauhelmsoldaten in Südsudan getötet

Süddeutsche Politik ·
Gefährliche Friedensmission: Zwei UN-Blauhelmsoldaten in Südsudan getötet

Bei einem Überfall auf einen UN-Konvoi wurden zwei Menschen getötet, sieben weitere wurden verletzt. Die UN-Mission spricht von möglichen Kriegsverbrechen.

Bei den Toten handle es sich um zwei äthiopische Blauhelmsoldaten. Sieben weitere Menschen seien bei dem Angriff auf eine Patrouille der Vereinten Nationen verletzt worden, teilte die UN -Mission Unmiss in Südsudan mit. Unter den Verletzten seien drei Blauhelmsoldaten, zwei südsudanesische Polizisten und zwei zivile UN-Mitarbeiter.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff auf das Schärfste und drückte den Menschen und der Regierung in Äthiopien sein Mitgefühl aus.

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Die Patrouille sei auf dem Weg nach Pajut im Bundesstaat Jonglei gewesen, als sie von unbekannten Bewaffneten aus dem Hinterhalt angegriffen worden sei, erklärte Unmiss. Die Mission entsandte nach eigenen Angaben eine schnelle Eingreiftruppe, um das Gebiet zu sichern und die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen.

Unmiss-Chefin Anita Kiki Gbeho forderte die Behörden auf, den Angriff rasch und umfassend zu untersuchen. Angriffe auf UN-Friedenstruppen könnten nach internationalem Recht Kriegsverbrechen darstellen, erklärte die Mission.

Südsudan ist seit seiner Unabhängigkeit 2011 von Machtkämpfen und Gewalt geprägt. Infolge eines Bürgerkriegs von 2013 bis 2018 starben Schätzungen zufolge rund 400 000 Menschen. Seit 2025 hat sich die Lage erneut deutlich verschärft. Die UN warnen vor einem Rückfall in einen größeren Konflikt. Die Blauhelm-Mission Unmiss, die den Friedensprozess unterstützen und Zivilisten schützen soll, hat aktuell rund 12 000 Soldaten, Polizisten und zivile Mitarbeiter in dem Land mit rund zwölf Millionen Einwohnern.

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