Nach eigener Vertragsverlängerung - Wohlgemuth braucht Lösung für vier Kader-Fragen
Stuttgart – Viel Zeit zum Feiern hatte Stuttgarts Sportboss Fabian Wohlgemuth (47) am Dienstag nicht. Vormittags unterschrieb der Sportvorstand seinen neuen Vertrag bis 2029. Im Anschluss ging es in die nächste Verhandlungsrunde mit Portugal-Klub Braga, der Abgang von Stürmer Jovan Milosevic (21) wurde finalisiert. Neun Mio. Euro kassiert der VfB, ein starker erster Deal Wohlgemuths nach der eigenen Vertragsverlängerung.
Auf den Sportboss warten jetzt hektische eineinhalb Wochen, bis das Transferfenster am 1. September schließt. BILD sagt, welche Themen Wohlgemuth jetzt so schnell wie möglich anpacken muss.
Um das dicke Transferminus von rund 60 Mio. Euro (El Khannouss, Prömel, Sauer, Pejcinovic) zu reduzieren, müssen nach Milosevic weitere Einnahmen her. Entweder durch mehrere kleine Verkäufe oder einen Top-Abgang. Unter anderem Mittelstürmer Ermedin Demirovic (28) dürfte den VfB für eine Summe von rund 20 Mio. Euro verlassen. Josha Vagnoman (25) könnte bei einer Summe ab zehn Mio. Euro gehen, Talent Mirza Catovic (19) für knapp die Hälfte. Den größten Geldregen gäbe es wohl bei einem Verkauf von Bilal El Khannouss (22), der rund 60 Mio. Euro einbringen dürfte.
Die Zukunft der Top-Stars zu klären, ist Wohlgemuths zweite große Aufgabe. Sollten El Khannouss oder andere Stars den VfB verlassen, braucht Stuttgart schnellstmögliche Klarheit, um in den letzten zwei Wochen des Transferfensters entsprechend reagieren zu können. Sonst sind schon alle Wunsch-Alternativen für die jeweiligen Positionen vom Markt.
Auch die Torwart-Frage sollte schnell geklärt werden. Vertraut der VfB nach der Verletzung von Talent Dennis Seimen (20/Oberschenkel) auf Ersatzkeeper Fabian Bredlow (31) oder verpflichtet man doch noch einen neuen Übergangs-Stammtorwart? Viele mögliche Kandidaten sind inzwischen vom Markt (Ortega, Nyland, Vitek). Auch Bredlow würde öffentliche Klarheit sicherlich guttun.
Um Sicherheit bei einem wichtigen Pfeiler in der Abwehr zu haben, muss sich Wohlgemuth um die Vertragsverlängerung von Ramon Hendriks (25/bis 2028) kümmern. Erste Verhandlungen blieben ohne Erfolg, im September soll sich erneut an den Tisch gesetzt werden. Dann könnte Hendriks sogar zu einem Top-10-Gehalt aufsteigen. Bei der Hendriks-Verlängerung ist Wohlgemuth zumindest nicht an das Transferfenster gebunden.
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