Elversberg gegen Leverkusen - Wagner kann gleich zum Start Geschichte schreiben
Elversberg – Vor dem Saisonstart der SV Elversberg gegen Bayer Leverkusen an diesem Samstag findet Trainer Vincent Wagner (40) einen schönen Vergleich, der deutlich macht, wie viel „Underdog“ in seiner Mannschaft steckt. Er sagt: „Nimmt man nur die Aufstellungen im Pokal, da hatten wir einen Wert von 25 Millionen auf dem Platz, Leverkusen einen von 250 Millionen. Das spricht doch eine deutliche Sprache.“ Was ihn aber optimistisch macht: „Das Spiel startet glücklicherweise bei 0:0.“ Elversberg ist erst der vierte Bundesligist aus dem Saarland – einen Startsieg konnten zuvor weder Saarbrücken, noch Homburg oder Neunkirchen feiern. Schreibt die SVE gleich zum Start Geschichte?
„Ich spüre im Umfeld oder auch beim Training eine riesige Euphorie“, sagt Wagner, warnt: „Es wartet wirklich eine knackige Aufgabe auf uns, aber ich freue mich auf alle Spiele in dieser Saison.“ Kapitän Lukas Pinckert (26) kehrt nach seiner Rotsperre im Pokal (3:1 in Duisburg) in die Innenverteidigung zurück. Für ihn dürfte Florian Le Joncour (30) aus der Startelf rotieren.
Pressing und schnelle Konter – am Elversberger Spielstil der letzten Jahre rüttelt Wagner: „Wir werden sicher mal drei, vier Minuten nur hinterherrennen. Dafür ist die Qualität von Leverkusen einfach zu hoch. Grundsätzlich wollen wir aber trotzdem versuchen, unser Spiel durchzubringen. Auch, wenn wir Underdog sind.“
Nicht wenige Fußball-Experten rechnen damit, dass das Abenteuer Bundesliga für die SVE nach nur einer Saison wieder beendet sein wird. Wagner selbst kann da nur lächeln, sagt: „Ich hoffe, sie haben genauso recht, wie die letzten beiden Jahre.“ Auch da traute keiner der SVE etwas zu. Jetzt spielt Elversberg 1. Liga. Wagner: „Ich kann das total nachvollziehen. Wenn man auf die nüchternen Fakten schaut, sind wir gemeinsam mit Paderborn Abstiegskandidat Nummer eins oder zwei. Das Schöne am Fußball aber ist, dass nicht nur der Marktwert entscheidet – wir wissen, dass man den doppelten oder dreifachen schon einmal kaschieren kann. Beim Zehnfachen wird's dagegen schon sehr schwer...“
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