Saturn und Co - Heute Abend einfach mal nach oben gucken!
Mit dem September beginnt für Sterngucker die beste Zeit des Jahres. Am Himmel gibt es jetzt einen unbestrittenen Hauptdarsteller: den Saturn. Als blasser, leicht gelblicher Lichtpunkt leuchtet er im Südosten und ist das Top-Ziel für Hobby-Astronomen. Der Ringplanet nähert sich seiner Opposition: Am 4. Oktober steht er der Sonne genau gegenüber – von der Erde aus gesehen. Je weiter der September fortschreitet, desto früher erscheint Saturn am Osthimmel. Ende des Monats geht er praktisch bei Sonnenuntergang auf.
Obwohl Saturn der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems ist, leuchtet er nicht so hell wie Jupiter oder Venus. Um sein berühmtes Ringsystem und die Monde zu sehen, braucht man ein gutes, stabil montiertes Fernrohr. Und Monde hat er reichlich: Laut NASA sind es 274 – mehr als jeder andere Planet! Allein 128 davon wurden erst 2025 entdeckt.
Der größte Saturnmond, Titan, ist sogar größer als der Planet Merkur. Die kleinsten neu entdeckten Monde sind dagegen nur wenige Kilometer groß und nicht einmal kugelförmig. Forscher glauben, dass es sich um Trümmer größerer Himmelskörper handelt, die von Saturns Schwerkraft eingefangen wurden.
Die Ringe des Saturn bestehen dagegen aus Millionen von Gesteins- und Eisbrocken. Warum also zählen sie nicht als Monde? Die Regeln der Astronomen sind hier nicht ganz eindeutig. Früher war alles, was um einen Planeten kreiste, ein Mond. Mit immer besseren Teleskopen werden aber Objekte entdeckt, die nicht mehr in die alten Kategorien passen.
Mit fortschreitender Nacht gewinnt nun auch das kleine Sternbild Andromeda Höhe. Damit lässt sich unter dunklem Himmel wieder das neblige Lichtwölkchen der Andromedagalaxie wahrnehmen. Man findet es etwas nördlich versetzt über der Mitte der Sternenkette der Andromeda. Ihr folgen der mit hellen Sternen gesprenkelte Perseus sowie der Fuhrmann mit der hellen Capella im Schlepptau.
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