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Kultur

Polizeischüsse: Vorwürfe nach Polizeieinsatz mit Softair-Waffe in Schwabing

Stern ·
Polizeischüsse: Vorwürfe nach Polizeieinsatz mit Softair-Waffe in Schwabing

Nach dem Schuss auf einen 14-Jährigen in Schwabing gibt es widersprüchliche Darstellungen zum Polizeieinsatz.

Die Linke und ein Kurdisches Zentrum erheben Vorwürfe.

Nach dem polizeilichen Schuss auf einen 14-Jährigen im Münchner Stadtteil Schwabing ist eine der Polizeidarstellung diametral entgegenstehende Beschreibung des Vorfalls aufgetaucht.

Die Linke München und das Kurdische Zentrum erheben unter Berufung auf die Eltern und den Jugendlichen schwere Vorwürfe gegen die Polizei .

Der Jugendliche war nach Darstellung der Polizei mit einer täuschend echt aussehenden Softair-Waffe unterwegs gewesen.

Waffe niedergelegt? Der Jugendliche, den Linke und Zentrum als Kurden bezeichnen, habe demnach die Waffe bereits niedergelegt und gesagt, es handle sich um eine Spielzeugwaffe.

Dennoch habe ein Beamter auf ihn geschossen und ihn schwer verletzt.

Die Polizei hatte berichtet, der Schüler aus dem Landkreis Miesbach , der in Begleitung eines etwa gleichaltrigen Mädchens unterwegs war, habe auf offener Straße mit der Pistole hantiert.

Als Zivilbeamte ihn aufforderten, die Waffe fallen zu lassen, habe er sich mit der mutmaßlichen Waffe in der Hand zu den Polizisten umgedreht.

Daraufhin habe ein Beamter geschossen und den Jugendlichen in den Oberkörper getroffen.

Dem sei nichts hinzuzufügen, sagte Polizeisprecher Thomas Schelshorn zu den neuen Vorwürfen.

Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Gegenstand um eine Softair-Waffe, die einer echten Beretta Pistole 92, Kaliber neun Millimeter, täuschend ähnlich sah.

Die Staatsanwaltschaft München prüft zusammen mit dem Bayerischen Landeskriminalamt, wie in solchen Fällen üblich, die Rechtmäßigkeit der polizeilichen Schussabgabe.

Es werde aber nicht gegen den Beamten ermittelt, der geschossen hatte - er sei weiter Zeuge.

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