Landwirtschaft: Marmelade könnte teurer werden: Einbußen bei der Rübenernte
Ob Backwaren, Fertiggerichte, Süßigkeiten oder Limonaden: Rübenzucker ist in vielen Produkten enthalten.
Weil die Rübenernte schwach ausfällt, könnten manche Produkte ein paar Cent teurer werden.
Nach dem Start der Zuckerrüben-Ernte stehen Landwirte vor herben Einbußen.
Im Rheinland liege der Rübenertrag wohl nur bei etwa 71 Tonnen pro Hektar und damit 20 bis 25 Prozent niedriger als im Vorjahr, sagte Peter Kasten vom Rheinischen Rübenbauer-Verband der dpa in Bonn.
Im Vergleich zum mehrjährigen Mittelwert lägen die Einbußen bei 15 bis 20 Prozent.
Das Anbaugebiet der Verbandsmitglieder erstreckt sich von der Mosel in Rheinland-Pfalz bis nach Lüttich (Belgien), ins westliche Münsterland und ins Ruhrgebiet (Dortmund).
Trockenheit und Hitze hätten den Rüben im Sommer massiv zugesetzt, sagte Kasten.
Thomas Böcker von der Landwirtschaftskammer NRW spricht von einem sehr schlechten Sommer für Hackfrüchte wie die Zuckerrübe.
Es sei zu trocken und zu heiß gewesen, so der Agrarexperte.
Im vergangenen Jahr sei die Ernte gut ausgefallen, woraufhin die Bauern deutlich mehr abgeliefert hätten als eigentlich vorgesehen - so ein Spielraum nach oben ist in der Branche üblich.
Weil die Zuckerfabriken ihr Vertragsvolumina daraufhin reduzierten, hätten viele Landwirte ihre Rüben-Anbaufläche deutlich reduziert.
Dass auf dieser verkleinerten Fläche nun deutlich weniger Ertrag sei, treffe die Landwirte hart.
Marmelade könnte ein paar Cent teurer werden Nachdem die Zuckerpreise in den vergangenen Jahren gesunken sind, könnten sie künftig wieder etwas anziehen.
Am Markt liege der Preis für ein Kilo Rübenzucker, der von einer Zuckerfabrik an den Großhandel geliefert wird, derzeit bei etwa 50 Cent.
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