Drohnenvorfall: Bundesregierung macht offenbar Russland verantwortlich
Drohnenvorfall in Leipzig Macht die Bundesregierung Russland verantwortlich? Stand: 01.09.2026 • 12:19 Uhr
Wer steckt hinter dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle? Die Bundesregierung will heute bekanntgeben, wen sie dafür verantwortlich macht. Mehrere Medien berichten, dass es Hinweise auf eine russische Urheberschaft gebe.
Der Urheber des versuchten Drohnenanschlags am Flughafen Leipzig/Halle ist weiter unklar. Doch laut Medienberichten vermutet die Bundesregierung Russland hinter der Attacke. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Sicherheitskreisen. Der Spiegel berichtet, dass die Bundesregierung den russischen Geheimdienst für den Zwischenfall Anfang August verantwortlich macht. Auch die Bild -Zeitung berichtet mit Verweis auf Sicherheitskreise, dass die Spur des Vorfalls "mutmaßlich zu einem russischen Geheimdienst" führe.
Außenminister Johann Wadephul hatte bereits eine ausgewogene und überlegte Reaktion angekündigt. "Von unserer Seite gibt es keine Überreaktionen, aber Reaktionen, wenn wir angegriffen werden", sagte der CDU-Politiker. Deutschland lasse sich in keiner Weise einschüchtern - "das wird auch weiterhin die Grundeinstellung unserer Politik sein." Er kündigte im ZDF-Morgenmagazin eine konsequente Antwort der Bundesregierung an.
Noch im Laufe des Tages will er sich gemeinsam mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zur Reaktion Deutschlands auf den versuchten Drohnen-Anschlag äußern. Das kündigte das Bundesinnenministerium in Berlin an. Das ARD-Hauptstadtstudio erfuhr aus Delegationskreisen, dass Wadephul am späten Nachmittag seine Weiterreise zum EU-Außenministertreffen in Irland für ein dringendes Treffen mit Dobrindt unterbrechen werde.
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Medien berichten seit Tagen über eine bevorstehende Ankündigung und vermuten mit Verweis auf vertrauliche Quellen, dass die Bundesregierung Russland für den Vorfall verantwortlich machen werde. Bisher hat die Regierung den versuchten Anschlag nicht Russland zugeordnet und sprach von "fremden Mächten".
Anfang August war am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne mit Sprengstoff und Zünder entdeckt worden. Der Flughafen gilt als Drehkreuz für Waffenlieferungen an die Ukraine.
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Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter forderte als Reaktion die Lieferung von "Taurus"-Marschflugkörpern an die Ukraine. Dies wäre "eine besonders wirksame und glaubwürdige Reaktion und daher dringend erforderlich", sagte er dem Handelsblatt . Kiesewetter forderte zudem die Aktivierung von Artikel 4 des NATO-Vertrags, der Beratungen der Verbündeten bei einer äußeren Gefährdung vorsieht. Auch müsse die russische Schattenflotte strenger kontrolliert werden.
Der parlamentarische Staatssekretär Sebastian Hartmann betonte, es müssten "alle Scheinwerfer auf die Schattenflotte" gerichtet werden. Mit den oft maroden Tankern umgehe Russland internationale Sanktionen und finanziere seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
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