„Nord bei Nordwest”: Mit diesen Täterinnen sympathisiert man erst – und erschrickt später
„Nord bei Nordwest“ schlägt einen neuen Ton an: Der manchmal arg schmunzelige TV-Krimi kommt diesmal als packender Noir-Thriller daher – mit zwei Täterinnen, denen man lange die Daumen drückt.
Ein Ehepaar liegt nachts im Bett.
Die Frau hört im Erdgeschoss Einbrecher und schickt ihren Mann herunter – wohl wissend, dass ihn dort der Tod erwartet.
Genau wie den Einbrecher, der von seiner Komplizin hinterrücks erschossen wird.
Zwei Frauen , die mit Männern liiert waren, die sie geschlagen und schlecht behandelt haben.
Nun haben sie sich ihrer entledigt.
Und als Zuschauer versteht man das sogar.
Fast ist man geneigt, den beiden Täterinnen die Daumen zu drücken, dass sie mit ihrem Doppelmord durchkommen.
Wie man auch mit Thelma & Louise sympathisierte.
Bis man merkt, dass die eine ein anderes Spiel spielt als die andere.
In kunstvoll verschachtelten Rückblenden erzählt dieser Film, was wirklich geschehen ist, wie die eine Frau zum Spielball der anderen und für ihren teuflischen Plan instrumentalisiert wurde.
Bei „Nord bei Nordwest“ ist diesmal alles anders Die neue Folge „Nord bei Nordwest – Bei Einbruch Mord“ kommt ungewöhnlich ernst und düster daher.
Der für diese Reihe so übliche Klamauk wird zurückgefahren, die bisweilen nervende Dreiecks-Konstellation zwischen Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und seinen beiden Kolleginnen, der Tierärztin Jule Christiansen (Marleen Lohse) und der Polizistin Hannah Wagner (Jana Klinge) auf ein erträgliches Maß zurückgestutzt.
Einzig und allein die alberne Szene, in der Jacobs mit seinem Hund „Mensch ärgere Dich nicht“ spielt, hätte man sich sparen können – aber irgendwas gibt es ja immer zu meckern.
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