Gespräche mit Nordkorea: Südkorea beteuert Unterstützung von US-Gesprächen mit Nordkorea
Südkorea hat erneut betont, dass es jegliche Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um eine Wiederaufnahme der Gespräche mit Nordkorea unterstützt . Die Regierung in Seoul werde vertrauensbildende Maßnahmen und einen Neustart des Dialogs zwischen den beiden Staaten aktiv befürworten, sagte der südkoreanische Nationale Sicherheitsberater Wi Sung-lac. Südkorea dürfe bei diesen Bemühungen jedoch nicht an den Rand gedrängt werden.
Eine Wiederaufnahme der Gespräche müsse sich auf substanzielle Fortschritte beim nordkoreanischen Atomwaffenprogramm konzentrieren, sagte Wi Sung-lac. Zudem dürfe ein Dialog zwischen den USA und Nordkorea nicht dazu führen, dass die Sicherheitsbereitschaft Südkoreas geschwächt werde.
Südkoreanischen Medienberichten zufolge wollen Südkorea, Japan und die USA ab dem 7. September ein gemeinsames Militärmanöver abhalten – kurz nachdem Trump zuvor eine größere bilaterale Übung eingeschränkt und ein Manöver der Marineinfanterie abgesagt hatte. Die Regierung in Seoul strebt nach Aussagen des Nationalen Sicherheitsberaters an, die Zusammenarbeit mit den USA bei aktuellen Themen wie Investitionen, dem Online-Händler Coupang und allgemeinen Fragen der nationalen Sicherheit zu stärken.
Trump hatte die gemeinsame Militärübung Ulchi Freedom Shield Mitte des Monats überraschend verkürzt und Gespräche mit Nordkorea angedeutet. Der US-Präsident hatte den Schritt damals mit einer angeblich »sehr guten Beziehung« zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un begründet. Die Manöver sendete ein völlig unangemessenes und feindseliges Signal an ein Land, das sich während seiner Präsidentschaft respektvoll und nicht bedrohlich verhalten habe, schrieb Trump.
Danach wurde darüber berichtet, dass Trump Kim noch in diesem Herbst treffen wolle. Offiziell gebe es zwar noch keine Planungen. Ein Treffen der beiden könnte demnach aber im November stattfinden, wenn sich Staats- und Regierungschefs aus aller Welt beim Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im chinesischen Shenzhen begegnen werden, hatte das Wall Street Journal berichtet.
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