„Hätte gelähmt sein können“ - Reality-Star Paulina Ljubas über ihren Reitunfall
Essen (Nordrhein-Westfalen) – Sonst steht sie in der ersten Reihe, feuert ihren Freund Tommy Pedroni (31) bei seinen Fame-Fighting-Boxkämpfen lautstark an und schreit ihn zum Sieg. Doch diesmal hat Paulina Ljubas (29) selbst einen Kampf hinter sich. Dass der Reality-Star beim diesjährigen Fame Fighting am Samstag (17. Oktober) überhaupt dabei sein kann, war vor vier Wochen noch kaum vorstellbar. Bei einem Reitunfall brach sich Paulina das Handgelenk und holte sich eine Fraktur an der Lendenwirbelsäule. Ein Rettungshubschrauber musste sie ins Krankenhaus bringen.
Bei der großen Fame-Fighting-Pressekonferenz in Essen begleitet Paulina ihren Freund Tommy Pedroni , der am 17. Oktober gegen Lorik Bunjaku (30) in den Ring steigt. Sie trägt aktuell einen Gips am Handgelenk und ein Korsett für ihren verletzten Rücken. Im Gespräch mit BILD erzählt sie von den Minuten in der Reithalle.
Eigentlich wollte Paulina mit ihrem jungen Pferd nur eine ruhige Runde drehen. Doch dann warf jemand versehentlich einen Besenstiel um. Das Tier erschrak und galoppierte unkontrolliert los. Dann löste sich plötzlich der Sattel. Das Pferd schlug einen Haken, der Sattel rutschte zur Seite. „Ich wurde gegen die Wand geschleudert“, so Paulina.
Nach dem Sturz hatte sie vor allem eine Angst: von ihrem eigenen Pferd überrannt zu werden. „Ich habe schon gemerkt, oh Gott, mein Handgelenk tut richtig weh.“ Auch ihr Rücken schmerzte. Doch das Adrenalin ließ sie zunächst kaum spüren, wie schwer sie sich verletzt hatte.
Andere Reiter alarmierten den Notarzt. Als die Rettungskräfte ihre Rückenverletzung bemerkten, wurde ein Hubschrauber angefordert. „Dann habe ich nur gehört, wie der eine zum anderen gesagt hat: ‚Ja, wir müssen jetzt einen Helikopter rufen.‘“ Kurz darauf bekam sie ein Medikament gespritzt. Erst im Schockraum des Krankenhauses kam sie wieder zu sich. Die Diagnose: ein Trümmerbruch an einem Handwurzelknochen und ein Bruch des dritten Lendenwirbels.
Beängstigend: Zwei Tage durfte sich Paulina zunächst überhaupt nicht bewegen. Die Ärzte hatten auf den Röntgenbildern zwar den gebrochenen Wirbel entdeckt, konnten aber noch nicht beurteilen, wie schwer die Verletzung war. Es bestand die Sorge, dass Bewegungen Nervenbahnen schädigen könnten. „Im schlimmsten Fall hätte ich gelähmt sein können.“
Glück im Unglück: Die äußere Schale des Wirbels blieb intakt. Paulina musste nicht operiert werden. Inzwischen ist sie wieder zu Hause. Doch bis Dezember darf sie nicht mehr aufs Pferd steigen. Für die leidenschaftliche Reiterin, die drei eigene Pferde besitzt, eine echte Geduldsprobe.
Auch Freund Tommy war nach dem Unfall geschockt. Paulina selbst informierte ihn aus dem Krankenhaus. Am 29. Oktober steht für sie ein weiterer Termin beim Wirbelsäulenspezialisten an. Am Mittwoch erfuhr sie außerdem, dass sie einen neuen Gips bekommt, den sie weitere zwei Wochen tragen muss. Heißt: Auch beim großen Boxabend am 17. Oktober in der Essener Grugahalle wird Paulina noch mit Gips in der ersten Reihe sitzen. Ihren Tommy anfeuern will sie trotzdem. Diesmal eben mit nur einem Arm in der Luft.
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