Autobiografie: Christina Applegate legt ein Leben voller Gewalt offen
Als Kelly Bundy brachte Christina Applegate Millionen zum Lachen.
In ihrer Autobiografie entblößt sie nun ein von Missbrauch und Gewalt geprägtes Leben.
Ruhm, Erfolg und zahlreiche Auszeichnungen: Von außen betrachtet hat Christina Applegate alles erreicht, wovon viele Schauspieler träumen.
Doch in ihrer nun erschienenen Autobiografie „Du mit den traurigen Augen“ zeichnet die 54-Jährige ein ganz anderes Bild ihres Lebens.
Sie erzählt von Missbrauch, Drogen und Gewalt, von zerstörerischen Beziehungen und ihrem heutigen Kampf mit Multipler Sklerose.
Auf gut 320 Seiten reiht sich eine erschütternde Erinnerung an die nächste.
Nachdem der Vater die Familie früh verlässt, zieht der heroinabhängige Partner ihrer Mutter bei ihnen ein.
Der habe ihr „sogar die Müsli-Löffelchen verkokelt, wenn er sich einen Schuss setzte“.
Auch die Mutter der Schauspielerin gerät in der Beziehung in eine Heroinabhängigkeit, aus der sie sich erst Jahre später und nach einem Suizidversuch befreit.
Im Alter von fünf Jahren wird sie nach eigener Darstellung von einem älteren Mädchen sexuell missbraucht.
Beruflicher Höhepunkt, persönlicher Tiefpunkt Schon als Kind, schreibt Applegate, habe sie die Familie mit ihren Jobs über Wasser gehalten.
Weltweite Bekanntheit erlangte Applegate dann durch ihre Rolle als Kelly Bundy in der Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“.
Die Schauspielerei habe sie immer am Leben gehalten, schreibt sie.
Doch ihre dominierende Erinnerung aus der Zeit ist nicht der Erfolg der Serie, sondern der damalige Tiefpunkt ihrer Essstörung und eine von psychischer Gewalt und Kontrolle geprägte Beziehung.
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