Professur in den USA: „Prominent, meinungsstark und feminin“: Baerbock kontert ihre Kritiker
Nach ihrer Zeit bei den Vereinten Nationen wird Annalena Baerbock eine Professur antreten.
Auf die Häme, die das teilweise hervorrief, hat sie eine Antwort.
Annalena Baerbock wird Professorin an der Columbia University in New York – diese Nachricht sorgte in der vergangenen Woche für Aufsehen.
Der neue Job der noch amtierenden Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen sorgte auch für Spott, da gegen Baerbock in der Vergangenheit Plagiatsvorwürfe laut geworden waren.
Die frühere Bundesaußenministerin selbst kontert ihre Kritiker in einem Interview mit der „Zeit“. „In diesen durch Social Media getriebenen Zeiten hat nicht nur jeder sofort zu allem eine Meinung, Algorithmen sind auch so programmiert, dass Hass und Hetze deutlich besser klicken.
Das trifft Männer und Frauen“, sagte sie. „Aber die Kombi prominent, meinungsstark und feminin triggert offensichtlich manche ganz besonders – egal in welchem Bereich.“ Sie wolle an die künftige Generation weitergeben, „bei heftigem Gegenwind standhaft zu bleiben und vor allem auch unter maximalem Druck Entscheidungen zu treffen“.
Dies habe sie als Parteivorsitzende der Grünen, Außenministerin und Präsidentin der UN-Generalversammlung gelernt.
Annalena Baerbock unterrichtet bald „Global Leadership“ Baerbock übernimmt an der Columbia University ein Masterprogramm in „Global Leadership“, das sich an Führungskräfte mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung wendet.
Sie selbst verfügt nicht über eine klassische akademische Laufbahn.
Ihr Promotionsvorhaben brach sie nach ihrem Einzug in den Bundestag ab.
Nach der Veröffentlichung ihres Buches „Jetzt“ wurden Plagiatsvorwürfe erhoben, Baerbock räumte schließlich Fehler ein.
Die angekündigte überarbeitete Neuauflage erschien nie – offiziell aus Zeitgründen.
Für ihren neuen Job in New York ist eine universitäre Karriere allerdings auch keine Voraussetzung.
Baerbock wird dort den Titel „Professor of Professional Practice“ tragen – eine Bezeichnung für Dozenten, die nicht über die für Forschungsprofessuren übliche wissenschaftliche Ausbildung verfügen, aber umfangreiche berufliche Expertise haben.
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