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Obstbau: Weniger Früchte, mehr Süße - Hitzesommer bremst Apfelernte

Die Zeit ·
Obstbau: Weniger Früchte, mehr Süße - Hitzesommer bremst Apfelernte

Saftig, süß und knackig - Äpfel sind nach Angaben des Hessischen Bauernverbandes das mit Abstand am häufigsten angebaute Baumobst im Bundesland. Aber wie sind die Früchte durch den heißen und trockenen Sommer gekommen? Wie steht es um die aktuelle Ernte - und wohin mit den eigenen Äpfeln aus dem Garten, wenn es zu viele sind?

Angesichts der Hitze und der Trockenheit in diesem Sommer stellen sich die Apfelbauern auf Einbußen ein. «Wir werden definitiv in diesem Jahr weniger Äpfel haben», sagt Esther Wernien vom Hessischen Bauernverband. Wie bei allen pflanzlichen Kulturen stehe auch die Apfelernte in diesem Jahr unter dem Zeichen der Trockenheit und Dürre.

Wie hoch die Verluste genau seien, «wird sich im Laufe der Ernte zeigen, wenn man dann wirklich die Schäden beziffern kann». Es werde definitiv Trockenschäden geben - aber auch ganz massive Schäden durch Sonnenbrand.

Die Apfelernte in Hessen ist in dieser Saison relativ früh dran. «Dieses Jahr ging es überdurchschnittlich früh los, die ersten Betriebe sind - glaube ich - schon seit Ende Juli dabei», sagt die Expertin.

Die Schäden - etwa durch die Sonne - seien sortenabhängig und natürlich davon, wo der Baum stehe, wie alt und in welchem Zustand der Baum sei. «Ist es also ein älterer Baum, der viel Laub trägt, ist es ein junger Baum, der da noch wenig entgegenzusetzen hat», erklärt die Agrarwissenschaftlerin. Augenscheinlich seien Sorten wie Cox Orange oder Elstar eher anfällig für Sonnenbrand.

Zudem komme es auch zu kleineren Früchten aufgrund des Wassermangels, dies führe ebenfalls zu einem Ertragsrückgang. «Hier können bei den späten Sorten die aktuellen Regenereignisse noch helfen.». Die frühen Sorten seien bereits in der Ernte.

Laut der Expertin können die Schäden ziemlich ausgeprägt sein. Schließlich habe es schon früh Hitzephasen gegeben in diesem Sommer, so dass sich die betroffenen Äpfel nicht mehr regenerieren konnten von den Sonnenschäden. «Teilweise haben wir deutliche Verluste, weil man die Äpfel nicht mehr verarbeiten kann. Wenn das jetzt nur optische Schäden wären, dann könnte man die Früchte ja immer noch zu Saft oder Apfelwein verarbeiten. Das ist aber dann nicht mehr der Fall, stattdessen fangen sie wirklich an zu faulen».

Zudem habe es teilweise eine Notreife gegeben: «Das bedeutet, wenn die Wasserversorgung aus verschiedensten Gründen kaum oder gar nicht gegeben war, die Bäume das Wasser aus den Früchten zurückziehen, um selbst zu überleben, und dann die Früchte abschmeißen».

Die Äpfel oder auch Birnen, die unbeschadet oder relativ unbeschadet durch den heißen Sommer gekommen sind, würden in dieser Saison eher süß ausfallen - denn durch die Sonne sei natürlich viel Zucker eingelagert worden.

Ein weiterer Grund, warum die Ernte in dieser Saison wohl geringer ausfallen wird, ergibt sich auch aus dem vergangenen Jahr. Denn: Auf eine gute Ernte folgt meistens ein schwächeres Folgejahr. Der Fachbegriff dafür lautet: Alternanz. «Naturgemäß gibt es nach dem guten letzten Jahr nun weniger Äpfel», erklärt Wernien.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zeit.de — der Inhalt gehört Die Zeit.

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