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Schlussplädoyers im Mordfall Tupac Shakur - Jury-Urteil in Kürze erwartet

Stern ·
Schlussplädoyers im Mordfall Tupac Shakur - Jury-Urteil in Kürze erwartet

Nach den Schlussplädoyers im Prozess um den Mord an dem legendären US-Rapper Tupac Shakur vor 30 Jahren hat sich eine Geschworenenjury am Montag zur Beratung zurückgezogen.

Staatsanwalt Binu Palal argumentierte am Montag in seinem Schlussplädoyer, der Angeklagte Duane Davis habe die Tat angeordnet.

Die Verteidigung erklärte dagegen, es gebe außer Davis' eigenen Aussagen keinerlei Beweise, die ihn mit dem Mord an Shakur in Verbindung brächten.

Das Urteil wird in Kürze erwartet.

Der Mord an Shakur gehört zu den bekanntesten ungelösten Verbrechen in den USA, der mit Spannung erwartete Prozess hatte im August begonnen.

Davis wird vorgeworfen, den Mord an dem Hip-Hop-Künstler in Auftrag gegeben zu haben, weil sein Neffe zuvor in einem Casino in Las Vegas von Mitgliedern aus Shakurs Gefolge zusammengeschlagen worden sei. „ Duane Davis konnte das in der Gang-Kultur nicht einfach so hinnehmen“, sagte Staatsanwalt Binu Palal in seinem Plädoyer. „Was tat er also? Er besorgte sich eine Schusswaffe, trommelte seine Gruppe zusammen und machte sich auf die Jagd nach Herrn Shakur.“ Shakur war 1996 im Alter von 25 Jahren im Glücksspielparadies Las Vegas im Bundesstaat Nevada getötet worden.

Der auch als 2Pac bekannte Musiker war eine herausragende Persönlichkeit in der damals tobenden erbitterten Fehde zwischen Hip-Hop-Musikern von der West- und der Ostküste der USA.

Der mit Hits wie „California Love“ und „All Eyez on Me“ bekannt gewordene Shakur wuchs zwar im New Yorker Stadtteil Harlem und in Baltimore an der Ostküste auf.

Er unterzeichnete jedoch einen Vertrag mit der Plattenfirma Death Row Records aus der Westküstenmetropole Los Angeles und wurde rasch zum Inbegriff des kalifornischen „Bad Boy“.

Im Prozess ging es vor allem um die Fehde zwischen Death Row Records und der von Sean „Diddy“ Combs gegründeten Ostküsten-Plattenfirma Bad Boy Records .

Den Ermittlern zufolge stand Death Row Records unter dem Schutz der Gang Mob Piru.

Bad Boy Records wiederum heuerte die vom Angeklagten Davis geführte rivalisierende Gang South Side Compton Crips als Leibwächter an.

Den Ermittlungen zufolge schlugen Shakur und Death-Row-Records-Boss Marion „Suge“ Knight am Abend des 7.

September 1996 den Neffen von Crips-Boss Davis zusammen.

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